Sollte Samuel über größere Autos springen?

Höher, schneller, weiter: Angeblich hat das ZDF von Samuel Koch verlangt, über größere Autos als ursprünglich geplant zu springen. Das behauptet zumindest ein Bekannter von Koch im Interview mit NDR 1 Niedersachsen. Der Kandidat hätte sich ihm angeblich kurz vor der Wette offenbart und ernste Zweifel an der Umsetzung der Wette gehegt. Das ZDF widerspricht den neuen Vorwürfen. Währenddessen beklagt der Leiter der Schweizer Klinik, in die Koch eingeliefert wurde, die Aggressivität der deutschen Journalisten.

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Über fünf Autos sollte Samuel für seine Wette springen. Einen Smart, einen Ford Focus, einen Mini, einen Audi und zuletzt über einen SUV von BMW. Nach Angaben von Christian H. – so wollte der Unbekannte im Interview genannt werden – habe Samuel Zweifel daran gehegt, ob ihm die Wette gelingen würde. Deswegen hätte er in seiner Hannoveraner Kirchengemeinde Rat gesucht und wollte vor der Wette gemeinsam beten. Das behauptet der bislang Unbekannte im Interview mit NDR 1 Niedersachsen.
Liste sei Kochs Idee gewesen
Das ZDF widerspricht den Vorwürfen. Ein Sprecher dazu: "Er musste über kein Auto springen, über das er nicht springen wollte." Die Liste mit den Autos sei von Samuel selbst eingereicht worden. Darin seien die Fahrzeuge notiert worden, die der Sender zur Verfügung gestellt habe. Natürlich habe man vor der Sendung über die Zusammenstellung der Liste gesprochen. "Er musste aber über kein Auto springen, über das er nicht springen wollte", sagte der Sprecher zu stern.de.
Die jüngsten Vorwürfe befeuern die Debatte einmal mehr, dass das ZDF und "Wetten, dass..?" mit riskanteren Wetten auf die Konkurrenz bei RTL reagieren wollen. Derweil beklagt sich Beat Villiger, Chef der Schweizer Spezialklinik in Nottwil, in der Koch behandelt wird, über den Presseansturm beklagt: "Die deutschen Medien sind aggressiver als die Einheimischen." Seit Koch in der Spezialklinik in Nottwil betreut wird, herrsche dort der Ausnahmezustand. Der Rummel übersteige "alles, was ich bisher erlebt habe", erklärt Klinik-CEO Beat Villiger auf Anfrage von 20 Minuten Online. Mitarbeiter seien sogar bedroht worden. 
Der Hype um den prominenten Patienten gehe sogar soweit, dass das Schweizer Paraplegiker-Zentrum einen Sicherheitsdienst aufbieten muss. Es seien sogar Sicherheitsleute rund um die Intensivstation postiert worden, weil man vermutet, dass sich Journalisten als Mitarbeiter verkleidet Zutritt verschaffen könnten.

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