November-Werbeumsätze steigen um 12 %

Der Werbemarkt erholt sich weiter. Auch der November lag deutlich über den Zahlen des Vorjahres. Laut Nielsen Media Research setzten die ausgewerteten Medien 12,2% mehr mit Reklame um als im November 2009. Für das Gesamtjahr 2010 beträgt das Plus nun 11,2%. Am deutlichsten zulegen konnte dabei das Internet: Um 34% sind die Umsätze hier gewachsen. Auch das Fernsehen liegt mit 16,7% über dem Durchschnitt, am wenigsten nach oben ging es für die Zeitungen.

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Zwar bleiben die Zeitungen mit 4,82 Mrd. Euro Brutto-Werbeumsatz in der Nielsen-Statistik nach wie vor das Werbemedium Nummer 2, doch im Vergleich zu 2009 ging es hier nur um minimale 0,9% nach oben. Immerhin wachsen die Umsätze aber. Auch die anderen Print-Gattungen gehören zu den Medien, die 2010 am wenigsten wachsen: die Fachzeitschriften um 1,4% auf 368,7 Mio. Euro, die Publikumszeitschriften um 5,4% auf 3,25 Mrd. Euro.

Die ausgewerteten Internet-Medien erwirtschafteten in den ersten elf Monaten des Jahres insgesamt 2,07 Mrd. Euro – ein Plus von 34,0%. Der Werbemarktführer Fernsehen kam im selben Zeitraum auf 9,81 Mrd. Euro und damit auf 16,7% mehr als 2009. Ebenfalls über dem Durchschnitt von 11,2% liegt das Kino (13,3%), nicht an diese Zahlen heran kam die Radioreklame (+5,3%) und die Plakatwerbung (+6,4).

Wie immer muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Freispots, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht beachtet, jegliche Reklame wird als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Medienbranchen sind sie dennoch. Und dass es insgesamt wieder spürbar nach oben geht, dürfte eindeutig sein.

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