„‚Wetten, dass..?‘ wird sich verändern“

Während in der vergangen Woche vor allem die Frage nach dem Gesundheitszustand von Samuel Koch im Mittelpunkt des medialen Interesses stand, wurde beim ZDF offenbar kontrovers über die Schuldfrage und die Auswirkungen auf die Samstagabendshow diskutiert. Im Fernsehrat legte Intendant Schächter nun einen Fünf-Punkte-Bericht vor und kündigte eine Task Force an, die den Unfall in allen Einzelheiten nachvollziehen soll. Zudem sagte er, dass sich "Wetten, dass..?" künftig "verändern wird".

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Der Bericht der Task Force, die unter der Leitung eines "erfahrenen Mitarbeiters aus dem Justitiariat" steht, soll im Januar vorgelegt werden.

In seinen Ausführungen vor dem Fernsehrat widersprach der Mainzer dem Vorwurf, dass die Wetten angesichts des Quotendrucks verschärft worden seien. Die Qualität der Wetten seien seit 29 Jahren bewährt und stünden nicht zur Debatte. "Die Mischung aus originellen, skurrilen, aber eben auch sportiven und herausfordernden Wetten gehört schon lange zum Konzept der Sendung."

Zu Beginn soll Schächter alle unmittelbar Beteiligten der Live-Sendung gelobt haben. Sie hätten beherzt, richtig und professionell agiert. "Das gilt vor allem auch für Thomas Gottschalk und Michelle Hunziker." Die Entscheidung zum Abbruch der Sendung fiel dann in enger Abstimmung zwischen Moderator, Programmdirektor Thomas Bellut, Show-Chef Manfred Teubner und Schächter. "Es war die einzig mögliche Entscheidung. Wir haben noch am Abend hier im Sendezentrum die notwendige Kommunikation eingeleitet – nach der Maßgabe, schnell, offen und transparent."

Des Weiteren erklärte der TV-Boss, wie bislang die Sicherheitsvorkehrungen bei der Samstagabend-Show abliefen. So soll Samuel Koch, der bei der Sendung in Düsseldorf verunglückte, bereits bei den Proben für die Produktionen im Oktober und November in München und Hannover dabei gewesen sein. Zusammen mit den ZDF-Fachleuten hat der Student "die technischen, organisatorischen und physikalischen Rahmenbedingungen definiert und erprobt." Das soll von der Beschaffenheit des Bodenbelags bis hin zu den Fahrwegen der Autos gegangen sein.

Als weitere interessante Details verrät Schächter, dass Koch die von ihm und seinem Vater gewünschten Fahrzeuge bereits eine Woche vor der Sendung zu Hause zum Training zur Verfügung gestellt bekam. "Es gab im Vorfeld keine Anzeichen dafür, dass Samuel Koch den Wettanforderungen nicht gewachsen sein könnte."

Interessant ist die Formulierung, dass sich Schächter "wünscht", dass "Thomas Gottschalk und Michelle Hunziker die Familienshow weiterhin moderieren". Das heißt offenbar, dass sich beide noch nicht abschließend entschlossen haben.

Zum Abschluss der Erklärung kündigte der Mainzer an, dass man bei der nächsten Sendung am 12. Februar nicht einfach zur Tagesordnung übergehen werden. "’Wetten, dass..?‘ wird sich verändern. Wir werden gemeinsam mit der Redaktion die Maßstäbe und Kriterien für die Auswahl der Wetten überprüfen und neu definieren."

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