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Konstantin verliert alle Führungsämter

Der Verlag M. DuMont Schauberg schafft Klarheit: Er hat Konstantin Neven DuMont von seinem Vorstandsposten abberufen. "Ich habe am 6. Dezember einen Brief bekommen, dass ich gekündigt wurde", sagte der 41-Jährige gegenüber der dpa. Bislang war er nur beurlaubt. Seine Position als Vorstand für Strategie und Kommunikation bleibt zunächst unbesetzt. Zudem bekommt er seinen Erbteil "frühestens im Jahr 2020" ausgezahlt. Auch seinen Job im Aufsichtsrat der dpa dürfte er verlieren, mutmaßt die SZ.

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Am 18. November forderte Konstantin Neven DuMont die Auszahlung seines Erbteils. Ihm gehören sieben Prozent am Kölner Medienhaus. Experten beziffern den Wert der Anteile auf 15 bis 20 Millionen Euro. Aber was sie im Jahr 2020 noch wert sein werden, sei fraglich, sagte Konstantin zur dpa. Er fügte hinzu: "Ich hoffe ja, dass es noch zu einer friedlichen Lösung kommt. Am liebsten würde ich zurückkommen und wieder Vorstand und Herausgeber sein. Aber das scheint nicht gewollt zu sein."
Konstantin Neven DuMont war bereits als Herausgeber des Kölner Stadt-Anzeiger, des Express und der Mitteldeutschen Zeitung abberufen worden. Hintergrund ist der Streit mit seinem Vater Alfred Neven DuMont, den der Junior zum Rücktritt aufgefordert hatte. Der 41-Jährige warf dem 83-Jährigen vor, "bei der Digitalisierung und den nötigen Veränderungen der Geschäftsmodelle nicht so richtig durchzublicken". Doch Alfred ließ sich nicht aus seinem Chefsessel verdrängen und setzte seinen Junior nicht, wie ursprünglich geplant, auf den Verlagsthron, sondern vor die Tür.

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