Googles Chrome OS: Angriff auf Microsoft

Langsam wird’s unheimlich: Es scheint, als wollte der Internet-Gigant Google sämtliche Technologie-Märkte erobern. Nach dem Internet- und dem Mobilfunkmarkt startet der wertvollste Dot.com-Konzern der Welt nun einen nachhaltigen Angriff auf das Computer-Segment. Wie das US-Unternehmen gestern ankündigte, soll das lang erwartete Betriebssystem Chrome OS im nächsten Jahr endlich gestartet werden – und zwar in Verbindung mit Google-Notebooks von Acer und Samsung.

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Langsam wird’s unheimlich: Es scheint, als wollte der Internet-Gigant Google sämtliche Technologie-Märkte erobern. Nach dem Internet- und dem Mobilefunkmarkt startet der wertvollste Dot.com-Konzern der Welt nun einen nachhaltigen Angriff auf das Computer-Segment. Wie das US-Unternehmen gestern ankündigte, sollen das lang erwartete Betriebssystem Chrome OS im nächsten Jahr endlich gestartet werden – und zwar in Verbindung mit Google-Notebooks von Acer und Samsung.

Das Projekt Weltherrschaft geht weiter: Nach dem grenzenlosen Siegeszug im Internet und der immer größeren Dominanz im Mobilfunkmarkt mit dem Android-Betriebssystem schickt sich die US-Company nun offenbar auch an, ein anderes Technologie-Segment an sich zu reißen: die PC-Industrie.

Gelingen soll das mit dem bekannten Trick des trojanischen Pferdes im digitalen Zeitalter: dem kostenlosen Betriebssystem Google OS, das, erstmals im Sommer 2009 angekündigt, im kommenden Jahr nun auf den Markt kommen soll. Und das auf speziell für Google konzipierten Rechnern – die ersten davon von Samsung und Acer. Bereits gestern aber kündigte der Internet-Riese an, dass "andere Hersteller folgen" werden.

Google Chrome: Explosionsartige Verbreitung der Marktanteile
Für Platzhirsch Microsoft ist das nicht weniger als eine potenzielle Katastrophe, fahren der Redmonder doch noch immer durch Office-Software den Löwenanteil ihrer Gewinne ein – für Google also ein interessanter Nebenschauplatz für die Verbreitung seiner Marktanteile im Offline-Segment.

Begonnen hat der Angriff auf Microsoft längst mit dem Web-Browser Chrome, dessen Marktanteile rasant steigen: Bereits 120 Millionen Internet-Nutzer surfen heute auf Chrome – im Mai waren es noch 70 Millionen, vor einem Jahr gar weniger als 40 Millionen.  

Chrome OS: Zusammenführung von 1.0- und 2.0-Welt

Mit Chrome OS, der logischen Fortsetzung auf dem Desktop, will Google nun endlich die Verbindung zwischen der statischen 1.0-Office- und der 2.0-Internet-Welt schaffen: Das Betriebssystem basiert auf dem logischen Zusammenspiel von Google-Web-Anwendungen, die nicht mehr von der Festplatte, sondern direkt aus dem Netz gestartet werden und für deren Nutzung damit entsprechend eine Internet-Verbindung nötig ist. "Chrome OS sieht genauso aus wie ein Web-Browser", befindet der "Alley Insider" in einer ersten Einschätzung.

Und mehr noch: Wie künftig bei Apple für den Macintosh sollen auch für Googles Betriebssystem über einen App-Store Zusatzprogrammme zu laden sein, die die Nutzung noch attraktiver machen könnten. Anlegern gefielen die Nachrichten aus Mountain View offenbar: Die Google-Aktie legte im Handelsverlauf um knapp 2 Prozent auf 587 Dollar – und damit stärker als der Gesamtmarkt – zu.  

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