SWR trauert um Medienforscher Maletzke

Der langjährige Leiter der SDR-Medienforschung, Gerhard Maletzke, ist tot. Der Medienforscher verstarb am vergangenen Montag im Alter von 88 Jahren.

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Maletzke leitete von 1978 bis 1987 die Medienforschung beim Süddeutschen Rundfunk (SDR). Er verband die quantitative mit der qualitativen Forschung, und beriet auf dieser Grundlage die Programme in Radio und Fernsehen.
SWR-Intendant Peter Boudgoust würdigte ihn als einen herausragenden Vertreter seines Fachs: "Gerhard Maletzke hat die moderne Medienforschung in der ARD mitgestaltet und geprägt. Sein bleibendes Verdienst ist es, die Journalisten in Hörfunk und Fernsehen immer auch an die ethischen Verpflichtungen ihrer Arbeit erinnert zu haben."
Maletzke studierte Psychologie, Germanistik und Philosophie in Hamburg. Er promovierte 1950 mit der Dissertation "Rundfunk in der Erlebniswelt des heutigen Menschen". Es folgten wissenschaftliche Arbeiten am Hans-Bredow-Institut für Rundfunk und Fernsehen, am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik in Berlin und am Asian Mass Communication Research and Information Center in Singapur.

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