Ki.Ka-Mitarbeiter soll Rechnungen verfälscht haben

Ein Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Fernsehkanals Ki.Ka ist am heutigen Dienstag von seinen Aufgaben suspendiert worden. Die Ermittlungsbehörden leiteten ein Verfahren wegen des Verdachts auf Untreue und Betrug ein. Der Mitarbeiter soll in 72 Fällen erfundene Dienstleistungen in Rechnung gestellt haben.

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In diesem Zusammenhang ermittelte die Behörde in den Räumen des Senders in Erfurt.
Der MDR-Unternehmenssprecher Dirk Thärichen teilte inzwischen mit: "Der MDR als Federführer für den ARD/ZDF-Kinderkanal unterstützt die Ermittlungen vorbehaltlos. Die interne Revision des MDR hatte zu dem suspendierten Ki.Ka-Mitarbeiter bereits eigene Recherchen angestellt. Allerdings hatte sie diese auf Bitten der staatlichen Ermittlungsbehörden zurückgestellt. Heute konnten wir parallel zu den Ermittlern unsere eigenen internen Überprüfungen wieder fortsetzen, um den Fall aktiv und so schnell wie möglich weiter aufzuklären. Dazu hat der MDR auch Antrag auf Akteneinsicht gestellt."

Dem Beschuldigten wird seitens der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, seit 2005 im Verbund mit einer Berliner GmbH Rechungen verfälscht zu haben. Anschließend sollen laut den Ermittlern die so geflossenen Beträge zwischen dem Ki.Ka-Mitarbeiter und dem mitbeschuldigten Geschäftsführer geteilt worden sein. Bei diesen Verdachtsmomenten stützen sich die Ermittlungsbehörden auf Aussagen und Unterlagen des mitbeschuldigten Geschäftsführers, der sich in Berlin selbst angezeigt hatte. Nach Angaben von sat + kabel soll sich der Schaden auf vier Millionen Euro belaufen.
"Der Ki.Ka unterstützt die Ermittlungsbehörden aktiv und jederzeit, um den Verdachtsfall umfassend aufzuklären", sagte Steffen Kottkamp, Programmgeschäftsführer des KI.KA. Der betreffende Mitarbeiter sei vorsorglich von seinen Aufgaben entbunden worden und habe Hausverbot erhalten.

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