Die Mopo packt die Werbe-Rute aus

Nicht nur Google kann Context-Sensitive-Werbung, sondern auch die Mopo: Wohl eher ungewollt, dafür aber umso lustiger platzierte die Hamburger Morgenpost auf ihrem heutigen Cover die passende Werbung zur Schlagzeile. Das Boulevard-Blatt titelte: "Schon wieder so ein mildes Urteil: Nur Geldstrafe für U-Bahnschläger". Direkt unter dem Aufmacher wirbt der Hamburger Verkehrsverbund mit dem Slogan für seine 9-Uhr-Gruppenkarte: "Freut Euch, jetzt gibt's was mit der Route".

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In der Titelgeschichte geht es um zwei Männer, die im U-Bahnhof Niendorf-Markt einen 40-Jährigen brutal verprügelten. "Der junge Mann ist seitdem motorisch und geistig behindert", schreibt die Mopo. "Trotzdem verurteilt das Gericht die beiden Täter nur zu einer Geldstrafe."

Die Titelseite der heutigen Mopo

Die HVV-Werbung ist keine Dauereinrichtung. Auf der Titelseite der Mopo klebt nicht immer die Banderole des Verkehrsverbundes. Wahrscheinlich war sich die Redaktion deshalb gar nicht der herrlichen Text-Anzeigen-Kombination bewusst.

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