Wann kommt Wikileaks – der Film?

Wie lange wird es eigentlich dauern, bis wir den ersten Kinofilm zur Wikileaks-Affäre erleben? Der Stoff ist wie gemacht für die große Leinwand. Es geht um Verrat, Geheimnisse, Krieg, Sex, Flucht - und alles in globalem Maßstab. Sogar die Büros des Wikileaks-Providers in Schweden sehen aus, wie aus einem James-Bond-Film entsprungen. Hollywoods Drehbuchschreiber dürften schon über ersten Skript-Entwürfen gebeugt sein. Mal überlegen, wie so ein Wikileaks-Film aussehen könnte ...

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Wie lange wird es eigentlich dauern, bis wir den ersten Kinofilm zur Wikileaks-Affäre erleben? Der Stoff ist wie gemacht für die große Leinwand. Es geht um Verrat, Geheimnisse, Krieg, Sex, Flucht – und alles in globalem Maßstab. Sogar die Büros des Wikileaks-Providers in Schweden sehen aus, wie aus einem James-Bond-Film entsprungen. Hollywoods Drehbuchschreiber dürften schon über ersten Skript-Entwürfen gebeugt sein. Mal überlegen, wie so ein Wikileaks-Film aussehen könnte …

Die Kulisse für einige der Schlüsselszenen könnte man nicht besser erfinden, als die Räumlichkeiten des Server-Providers Bahnhof in Stockholm in Wirklichkeit aussehen. Die Bild am Sonntag hat Bahnhof besucht und nennt die Firma malerisch den “Wikileaks-Atombunker des Verrats”. Das klingt schon sehr nach Kintopp und sieht auch so aus. Die Büros der Schweden scheinen geradewegs einem James-Bond-Streifen der späten 60er-Jahre entsprungen. Nachzusehen hier.

Und mit Julian Assange hat man auch einen Protagonisten, wie er im Buche steht. Geheimnisvoll und charismatisch – ein moderner Dr. Kimble auf der Flucht vor CIA, Pentagon, Scotland Yard und schwedischen Staatsanwälten. Das mit den Vergewaltigungs-Vorwürfen könnte man aus dem Drehbuch vielleicht rauslassen – das stört das Identifikationspotenzial mit der Hauptfigur. Wer könnte Julian Assange spielen? Jude Law! Der Mann hat ebenso fein geschnittenen Gesichtszüge wie Herr Assange, ist auch recht dünn und ein guter Schauspieler noch dazu.

Top-Kandidat für die Regie wäre natürlich David Fincher. Der hat erstens so großartige Filme gemacht wie “Sieben” oder “Fight Club” und zweitens mit “The Social Network” gerade bewiesen, dass er ein Händchen hat für Internet-Stoffe, die munter zwischen Realität und Fiktion changieren. Und die Wikileaks-Story gibt rein dramaturgisch ja Einiges mehr her, als die Gründungsgeschichte von Facebook. Nicht schlecht wäre natürlich auch Christopher Nolan (“Batman – The Dark Knight”, “Inception”, “The Prestige”) auf dem Regiestuhl, aber der muss wahrscheinlich erstmal noch einen Batman-Streifen abdrehen.

Ansonsten fällt es nicht schwer, sich das Handlungsgerüst für den Wikileaks-Film vorzustellen. Die Realität hat die wesentlichen Eckpunkte bereits vorgezeichnet: Gründung von Wikileaks, erste Enthüllungen, Beginn der Jagd, Streit unter den Wikileaks-Leuten, Flucht und Verfolgung. Man braucht freilich man noch einen Gegenspieler, der den Julian-Assange-Charakter dingfest machen will, einen sinistren aber eleganten CIA-Direktor etwa (Gabriel Byrne?), und einen Scotland-Yard Ermittler (Alan Rickman? Hat jetzt ja Zeit, nach dem Ende von Harry Potter…), der Zweifel hat ob Assange nicht doch der wahre Held ist sowie den abtrünnigen Ex-Mitarbeiter (Daniel Domscheit-Berg, gespielt von einem bärtigen Dominic Monaghan), der nun an einer eigenen Enthüllungsplattform strickt. Der Wikileaks-Film – er  wäre ein sicherer Kassenknüller.

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