‚Wetten, dass‘-Kandidat im künstlichen Koma

Ein Wett-Unfall mit katastrophalen Folgen: Um 15 Uhr gab es in der Düsseldorfer Uniklinik eine erste Pressekonferenz zur Schwere der Verletzungen des verunglückten „Wetten, dass..?“-Kandidaten. Demnach musste gegen Mittag bei Samuel Koch eine Not-Operation wegen Halswirbelsäulen-Schäden durchgeführt werden. Laut Bild.de musste das Halsrückenmark entlastet und die Halswirbelsäule stabilisiert werden. Zudem zeigte der 23-Jährige vorübergehende Lähmungserscheinungen.

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Vor der Operation wurde bereits vermeldet, dass Koch auf der Intensivstation der Unfall-Chirurgie liegt, stabilisiert wurde, jedoch wieder bei Bewusstsein gewesen war.

An der Pressekonferenz nahmen die Ärzte Prof. Dr. Benedikt Pannen, Dr. Wolfgang H.-M. Raab und Dr. Richard Bostelmann sowie die Klinik-Pressesprecherin Susanne Dopheide und ZDF-Redakteur Peter Gruhne teil.

Die Ärzte teilten mit, dass sich der Verletzte im künstlichen Koma befindet, aber keine Lebensgefahr bestehe. Trotzdem sei der Zustand kritisch und der Patient bleibe auf der Intensivstation. Weiter wurde bekanntgegeben, dass der Patient das Bestreichen der Körperoberfläche nicht wahrnehmen konnte. Allerdings soll es sich nur um vorübergehende Lähmungen handeln.

Gleich bei der ersten, sehr spektakulären Wette der Show stürzte der Kandidat aus Hannover so schwer, dass das ZDF die Show abbrechen musste. Samuel Koch wollte mit Hilfe von Sprungstelzen über fahrende Autos springen. Beim vierten Versuch prallte er in der Luft offenbar mit dem Kopf gegen das fahrende Auto und stürzte anschließend auf seinen Oberkörper. Das ZDF reagierte vorbildlich, wendete die Kameras sofort ab und brach die Sendung ab.

Bereits Stunden später lagen Spiegel Online interne ZDF-Unterlagen vor, die zeigen sollten, für wie riskant der verletzte Wettkandidat selbst seinen Stunt hielt. Allerdings wusste der 23-Jähirge offenbar auch, worauf er sich einlässt und worauf es ankam. Ein ZDF-Konzeptpapier soll Samuel Koch mit dem Satz zitieren: "Es ist ein ekelhaftes Gefühl, Autos, die auf einen zufahren, entgegenlaufen zu müssen."

Die Folgen für die Show lassen sich bislang nur schwer abschätzen. Gottschalk selbst soll bereits am gestrigen Abend, kurz nach dem Abbruch der Sendung gegenüber den Mitarbeitern der Produktion laut über mögliche Konsequenzen nachgedacht haben: "Man muss sich Gedanken machen, wie verkauft man so was in Zukunft?", sagte er laut Spiegel Online. "Sagt man, wir wollen jede Gefahr vermeiden? Dann sind wir bei einem Kindergeburtstag und blasen Kerzen aus. In einer Situation, wo die Konkurrenz größer wird."

Spekulationen um ein mögliches Ende von "Wetten, dass..?" wies das ZDF zurück. "Ich halte überhaupt nichts davon, über solche Dinge zu spekulieren", zitiert Focus Online den zuständige ZDF-Redakteur Peter Gruhne.

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