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Yvonne Bauer: „Die Krönung der Prinzessin“

"So kann ein Generationswechsel auch funktionieren, liebe Neven DuMonts" (DWDL): Am gestrigen Donnerstag verkündete Patriarch Heinz Bauer, dass er den Familien-Verlag in die Hände seiner Tochter Yvonne legt. Die Pressebeobachter sind sich einig: Die neue Chefin ist "knallhart" (Abendblatt), "durchsetzungsstark und ehrgeizig" (Tagesspiegel). Nach Meinung von Kai-Hinrich Renner übernimmt die 33-Jährige "ein gut bestelltes Haus", das "beträchtliche Gewinne" erwirtschaftet.

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Hamburger Abendblatt, Kai-Hinrich Renner:
"Die neue Herrin dieses Imperiums wirkt beinahe ein wenig schüchtern. Da sie mit der Gabe der freien Rede nicht gesegnet ist, liest sie ihre erste Ansprache als Verlegerin vom Blatt ab."

"Es wäre aber ein Fehler, die etwas unsicher wirkende junge Frau zu unterschätzen. Yvonne Bauer gilt als knallhart."

"Yvonne Bauer übernimmt ein gut bestelltes Haus."

Renner spekuliert: "Dank eines rigiden Kostenmanagements dürften die Gewinne bei Bauer aber beträchtlich sein."

Tagesspiegel, Sonja Pohlmann:
"Ihre Beförderung ist nicht nur für den Verlag, sondern für die Branche insgesamt ein Signal. Drei der größten Medienhäuser Europas sind jetzt fest in Frauenhand: Liz Mohn regiert in Gütersloh das Bertelsmann-Reich mit Beteiligungen am Verlag Gruner + Jahr und der RTL Group, Friede Springer wacht über Europas größten Zeitungsverlag Axel Springer („Bild“, „Welt“), Yvonne Bauer ist die jüngste Powerfrau in ihrer Riege."

Zudem beschreibt Pohlmann die neue Chefin als "als durchsetzungsstark und ehrgeizig"

Jens Schneider stellt in der Süddeutschen Zeitung (Seite 17) fest, dass Yvonne Bauer nicht wirklich neu im Verlag ist. "Sie übt schon seit längerem an der Seite des Vaters." Weiter stellt er fest: "Öffentlich zeigt sie sich selten. Die neue Verlegerin liest auch bei ihrem Start vor der Presse nur eine knappe Erklärung ab und beschränkt sich dann anschließend bei Nachfrage auf wenige Sätze gleichen Inhalts."

Sueddeutsche.de titelte: "Die Krönung der Prinzessin"

Der dapd zitiert die neue Verlegerin mit den Satz: "Optimierung ist Basis all unserer Aktivitäten". Zudem sagte die Jung-Verlegerin "Wir planen langfristig. Wir müssen keine kurzfristigen Gewinne erzielen." Das sei ein Luxus gegenüber Aktionären verpflichteten Firmen.

Für das Branchenmagazin DWDL schreibt Uwe Mantel bissig: "So kann ein Generationswechsel auch funktionieren, liebe Neven DuMonts"

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