Beziehungskiller: Scheidungsgrund Facebook

Es ist die wohl größte aller digitalen Versuchungen: das soziale Netzwerk Facebook. „Wir wollen die Welt zu einem offeneren Ort machen“, sagt Gründer Mark Zuckerberg selbst über sein Anliegen. Dumm nur, wenn die Nutzer nicht mit der neuen Offenheit umgehen können – und immer öfter online sehr offensichtlich fremdgehen. Das passiert in den USA inzwischen reihenweise: Bereits jede fünfte Scheidung geht auf Facebook zurück, hat die American Academy of Matriomonial Lawyers herausrausgefunden.

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Es ist die wohl größte aller digitalen Versuchungen: das soziale Netzwerk Facebook. „Wir wollen die Welt zu einem offeneren Ort machen“, sagt Gründer Mark Zuckerberg selbst über sein Anliegen. Dumm nur, wenn die Nutzer nicht mit der neuen Offenheit umgehen können – und immer öfter online sehr offensichtlich fremdgehen. Das passiert in den USA inzwischen reihenweise: Bereits jede fünfte Scheidung geht auf Facebook zurück,  hat  die American Academy of Matriomonial Lawyers herausrausgefunden.

Das Mission Statement könnte enthüllender kaum sein: "I’m trying to make the world a more open place", schreibt Mark Zuckerberg über sich selbst auf seiner Facebook-Seite. Das ist dem 26-Jährigen zweifellos gelungen: Facebook, das größte aller sozialen Netzwerke, ist offen wie ein Scheunentor – und das liegt in erster Linie an den Nutzern selbst.

Wie kleine Kinder im Süßwarenladen sind wir fasziniert von den unendlichen Vernetzungsmöglichkeiten: Oh, hier ein ansehnliches Bild der Kollegin aus dem letzten Sommer an der Elbe im Bikini: I like. Dort ein paar kleine Anzüglichkeiten zu den Partybildchen der Osteuropa-Bekanntschaft vom letzten Wochenende in Moskau – am Ende das männliche Bekenntnis zum neuen Playboy-Shooting oder der Megan Fox-Fanpage: Like like like!

Im Netz der Versuchung: Facebook wird zur  ganz persönlichen Wikileaks-Erfahrung

So geht es die ganze Zeit auf Facebook zu, dem mit 550 Millionen Nutzern mit Abstand größten aller sozialen Netzwerke. Doch wie es so bei sozialen Kontakten üblich ist, werden die Grenzen gerne mal ausgestestet und dann schnell überschritten: Ewig lockt die wohl größte aller digitalen Versuchungen – da könnte ja was gehen, und wenn es nur ein kleiner Nachmittagsflirt ist, der der Eitelkeit schmeichelt.

Dumm nur, wenn aus dem Spaß ernst wird und man es sich nicht für sich behalten oder, schlimmer noch, nicht mit den Privatsphäre-Einstellungen umgehen kann: Facebook wird dann schnell zur ganz persönlichen Wikileaks-Erfahrung. In den USA ist dieses digitale Drama längst Alltag. Dass die Ehe nicht unbedingt die haltbarste aller Institutionen ist, war längst bekannt: Nun fällt jedoch mit aller Macht eine neue Bedrohung in die rosarote Scheinwelt ein – Facebook.

Fremdgeh-Beweise: Facebook deutlich vor Twitter und MySpace
Nach einer Erhebung der „American Academy of Matriomonial Lawyers” geht inzwischen jede fünfte Scheidung in den USA auf Facebook-Fehltritte zurück. 80 Prozent aller Scheidungsanwälte verzeichnen steigenden Ehebruch-Nachweis dank Facebook.

Tatsächlich ist Facebook das nahezu ideale Beweismedium für außereheliche Fehltritte: Wo werden Flirt- und Fremdgehgewohnheiten schon transparenter festgehalten? Mit 66 Prozent der Scheidungsbeweise liegt Facebook weit vor anderen sozialen Netzwerken wie Twitter (15 Prozent) oder MySpace (5 Prozent) „Die Hauptursache ist offenbar, dass Personen unangemessene Sex-Chats mit Leuten haben, mit denen sie solche Dinge nicht tun sollten“, zitiert die britische „Daily Mail“ den Geschäftsführer der Website „Divorce-Online“.

Vielleicht sieht der größte aller Liebesbeweise inzwischen so aus: Es soll glückliche Paare geben, die beide in Facebook sind und sogar Einblick in das Profil des Partners haben… 

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