Wikileaks: US-Politiker fordern Hinrichtung

Wikileaks-Gründer Julian Assange muss bei Einreise nach Schweden weiter mit seiner Verhaftung rechnen. Seine Klage gegen den Haftbefehl wies der Oberste Gerichtshof des Landes ab. Berichten des The Independent zufolge wisse Scotland Yard, wo sich der Chef der Whistleblower-Plattform momentan aufhalte. Als wäre das noch nicht genug, fordern US-Politiker jetzt nicht nur seine Festnahme. So plädiert der frühere republikanische Gouverneur von Arkansas, Mike Huckabee, für die Hinrichtung der Whistleblower.

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Der Haftbefehl gegen den Internet-Aktivisten Julian Assange bleibt offenbar bestehen. Assange scheiterte mit seiner Klage gegen den schwedischen Haftbefehl beim Obersten Gerichtshof des Landes. Der von Interpol gesuchte Chef der Enthüllungsplattform Wikileaks hält sich nach einem Zeitungsbericht in Großbritannien auf. Scotland Yard wisse angeblich, wo genau er sich befindet, berichtete das Blatt The Independent.

"Seine Feinde fordern Blut"
Der 39-Jährige wird von Schweden wegen des Verdachts der Vergewaltigung gesucht. Nach dem Bericht des "Independent" habe der gebürtige Australier der Polizei bereits im Oktober nach seiner Ankunft im Land seine Kontaktdaten zur Verfügung gestellt. Assange halte sich versteckt , schreibt das Blatt, "während seine Feinde sein Blut fordern".
Einem weiteren Zeitungsbericht zufolge ist Assange jüngst wegen eines inkorrekten Haftbefehls einer Festnahme entgangen. "The Times" berichtet, die britischen Beamten hätten nicht zugreifen können, weil der von den schwedischen Behörden ausgefüllte Haftbefehl nicht korrekt gewesen sei. Als wäre das noch nicht genug, muss Assange laut Aussage eines Wikileaks-Sprechers um sein Leben fürchten.

Festnahme und Hinrichtung
Es habe Drohungen von Regierungen und Kommentatoren gegeben. "Es gab sogar Rufe nach einer Ermordung von Julian Assange." Deshalb fürchte Assange zurecht um seine Sicherheit, sagte Sprecher Kristinn Hrafnsson.
Mike Huckabee , früherer republikanischer Gouverneur von Arkansas, reichen Festnahmen nicht. In einem Interview mit der US-Journalistin Maria Sancher sagt Huckabee (Übersetzung via BildBlog): "Wer auch immer aus unserer Regierung diese Informationen weitergegeben hat, hat sich des Hochverrats schuldig gemacht, und ich glaube, alles andere als die Hinrichtung wäre eine zu milde Strafe. … Und jemand, der Zugang zu diesem Grad von Informationen hatte, kannte nicht nur ihre Regeln, sondern hat — unter Eid — eine Verpflichtung unterschrieben, sie nicht zu verletzen."
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In Kanada äußerte ein Tom Flanagan, Berater von Regierungschef Stephen Harper, offenbar mit ironischem Unterton, im Fernsehen, Assange sollte "getötet werden". Dafür könne US-Präsident Barack Obama ja "eine Drohne nutzen".

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