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Die beliebtesten Serien der jungen Zuschauer

Die besten Zeiten sind für "Dr. House" zwar offenbar vorbei, aber dennoch bleibt die RTL-Sendung die klare Nummer 1 aller TV-Serien in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Laut einer MEEDIA-Analyse der TV-Quoten schalteten 2,83 Mio. zwischen November 2009 und November 2010 "Dr. House" ein - so viele wie bei keiner anderen Serie. Auf den weiteren Plätzen folgen der "Tatort" des Ersten und "CSI: Miami" (ebenfalls RTL). Seriensender Nummer 1 ist jedoch ProSieben - mit 14 Serien in der Top 50.

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Wie schon in unserer Analyse der Lieblingsserien aller Deutschen ab 3 Jahre, haben wir auch diesmal die Zuschauerzahlen der 12 Monate zwischen Mitte November 2009 und Mitte November 2010 ausgewertet. Aus all diesen Zahlen wurden Durchschnittswerte errechnet. In die Wertung kamen dabei sowohl Erstausstrahlungen, als auch Wiederholungen – allerdings nur Ausstrahlungen auf jeweils ähnlichen oder identischen Sendeplätzen. Eine Zugangsbeschränkung gab es noch: In den gewerteten 12 Monaten mussten mindestens sechs Folgen der jeweiligenSerie oder Reihe gesendet werden.

Dass die besten Zeiten für "Dr. House" vorbei sind, wie eben behauptet, zeigt ein Blick auf die Zahlen der vergangenen Jahre. Noch 2007 schalteten regelmäßig mehr als 4 Mio. 14- bis 49-Jährige ein, eine Zahl, die in unserem Wertungszeitraum auch bei neuen Episoden kein einziges Mal mehr erreicht wurde. Dennoch ist "Dr. House" weiterhin ein Hit und hat in unserer Serien-Tabelle der 14- bis 49-Jährigen mit den 2,83 Mio. Durchschnitts-Zuschauern einen Vorsprung von 400.000 auf die Nummer 2, den "Tatort" des Ersten. Zwar ist der "Tatort" keine Serie im eigentlichen Sinne, wir haben aber auch Reihen mit wierderkehrenden Charakteren in unsere Auswertung aufgenommen.

Die Top Ten unseres Rankings wird klar von RTL dominiert. Hinter "Dr. House" (1) und "CSI: Miami" (3) folgen mit der deutschen Serie "Countdown – Die Jagd beginnt" (4), "Alarm für Cobra 11" (6), "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" (7) und "Bones" noch fünf weitere RTL-Programme. Dazwischen schieben konnten sich neben dem "Tatort" auch die Sat.1-US-Serien "The Mentalist" und "Navy CIS", sowie ProSiebens "Desperate Housewives".

Der ProSieben-Hit ist auch ein Beispiel für die großen Unterschiede zwischen den Beliebtheits-Charts im Gesamtpublikum und in der von den Privatsendern so geliebten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Insgesamt kamen die "Desperate Housewives" nämlich nur auf Platz 62, im jungen Publikum sprang sie auf Rang 8. Ähnliche Differenzen gab es auf den ersten 25 Plätzen noch bei "Two and a Half Men" (insgesamt Platz 70, hier Rang 11), "Grey’s Anatomy" (80/17), "Vampire Diaries" (83/18), "Fringe" (77/21), "Private Practice" (87/22) und "Scrubs" (92/25). ProSieben lockt mit seinen meisten Serien also vornehmlich junges Publikum an, Über-50-Jährige meiden den Sender überdurchschnittlich oft.

Auf den Plätzen 26 bis 50 gibt es auch Beispiele für komplett andere Tendenzen. So findet sich die Nummer 4 des Gesamtpublikums, "Tierärztin Dr. Mertens" bei den 14- bis 49-Jährigen nur auf Rang 43, die Gesamt-Nummer-5 "In aller Freundschaft" sogar nur auf Platz 48. Immerhin haben die beiden ARD-Serien aber auch hier den Sprung in die Top 50 geschafft, nicht gelungen ist das der Nummer 2 des Gesamtpublikums, "Um Himmels Willen". Die wohl größten Unterschiede sind bei einigen ZDF-Serien zu verzeichnen: "Notruf Hafenkante", "SOKO 5113" und "SOKO Stuttgart" fanden sich im Gesamtpublikum noch auf den ersten 30 Plätzen – im jungen Publikum reichte es nichtmal für die Top 100.

Erfolgreichster Seriensender ist im jungen Publikum – zumindest nach Top-50-Platzierungen gerechnet – ProSieben. 14 der 50 Ränge gingen an die Münchner. RTL folgt mit 13 Plätzen, Sat.1 mit 9, Vox mit 6, Das Erste mit 5, das ZDF mit 2 und RTL II mit einem. Auch hier ein Vergleich mit dem Gesamtpublikum: Dort war das ZDF mit 26 Top-50-Rängen die klare Nummer 1.

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