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Kofler hat „absolut reines Gewissen“

Der frühere Premiere-Chef Georg Kofler weist jede Schuld an möglicherweise gefälschten Konzernbilanzen zurück. "Ich habe ein absolut reines Gewissen“, ließ er verlauten. Die Finanzsaufsicht BaFin hat zum wiederholten mal Ermittlungen durchgeführt, bei denen sie in Jahresabschlüssen und Lageberichten des börsennotierten Unternehmens Unwahrheiten fand. Der Hauptvorwurf sind geschönte Abonnentenzahlen. Dem angeschlagenen Bezahlsender Sky drohen jetzt enorme Geldbußen.

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Der ehemalige Premiere-Vorstand Georg Kofler weist jegliche Schuld von sich. Der Vorwurf der Aufsichtsbehörde BaFin: geschönte Geschäftszahlen. Das musste Sky in einer Pflichtmitteilung bekanntgeben. Der Aktienkurs des angeschlagenen Pay-TV-Unternehmens sank daraufhin um mehr als 10 Prozent. Nach dem Urteil der BaFin waren die Abonnentenzahlen für das Geschäftsjahr 2007 um rund 623.000 zu hoch ausgewiesen. Kritisiert werden auch Lageberichte aus diesem Zeitraum, die den Wert des Unternehmens weitaus überhöht angebeben hätten.
Sky drohen Geldbußen
Das inzwischen zum Konzern von Rupert Murdoch gehörende Unternehmen bezeichnete die Vorwürfe als unzutreffend und will sie auf dem Klageweg überprüfen lassen. Sky Deutschland drohen als Premiere-Nachfolger Geldbußen. Im Zuge der Übernahme 2008 hatte das neue Management schon von sich aus die offizielle Zahl der Kunden um eine Million nach unten korrigiert.
Georg Kofler erklärte gegenüber dem Handelsblatt, die kritisierten Abschlüsse seien erst nach seinem Abgang erstellt worden, für die Bestimmung von Abonnentenzahlen gebe es keine bilanzrechtlichen Standards. Kofler verließ das Unternehmen 2007.

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