Seibert muss sich zweimal korrigieren

Der seit August amtierende Regierungssprecher Steffen Seibert hat sich mit einer unbedachten Bemerkung den Unmut der Deutschen Bank zugezogen. In der Bundespressekonferenz sagte er, deutsche Banken – "allen zuvorderst, glaube ich, die Deutsche Bank" – seien in der irischen Schuldenproblematik "erheblich belastet". Das Institut wies dies als "falsch und rufschädigend" zurück.

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Laut FAZ, die Seiberts Ungeschick minutiös nachzeichnet, dürfte der Aktienkurs der Deutschen Bank "gelitten haben". In einer ersten Korrektur der mündlichen Bemerkung ließ der frühere ZDF-Journalist Seibert mitteilen, eine "besondere Erwähnung" einer Bank sei nicht beabsichtigt gewesen. Später schob er eine Erläuterung nach: "Im Zusammenhang mit dem irischen Antrag auf Hilfe aus dem Euro-Rettungsschirm hat die Deutsche Bank der Bundesregierung am Nachmittag mitgeteilt, dass ihr gesamtes Risiko gegenüber dem Staat Irland und irischen Banken per Ende Oktober 2010 netto weniger als 400 Millionen Euro betragen habe und die Deutsche Bank damit von den Schuldenproblemen Irlands nicht in herausgehobener Weise betroffen sei."

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