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Wissenswertes zu “Die Säulen der Erde”

Heute Abend läuft auf Sat.1 der zweite Teil der Roman-Verfilmung “Die Säulen der Erde”. Der erste Teil mit über acht Millionen Zuschauern war bereits ein absoluter Erfolg. Alles andere wäre nach fast 20 Jahren des Planens und Verwerfens, 40 Millionen Euro an Produktionskosten und rund 6.000 Statisten auch eine herbe Niederlage gewesen. Wir haben skurrile Fakten und Wissenswertes zusammengetragen und verraten Ihnen, was Sie tun können, wenn Sie einmal eine Folge verpasst haben.

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Hohe Kosten, enorm viele Statisten: Dass der erste Teil von “Die Säulen der Erde” ein voller Erfolg war, verblüfft kaum. Die Romanvorlage von Ken Follett wurde weltweit 14 Millionen Mal verkauft. Bis zur Verfilmung vergingen fast 20 Jahre. Die enorme Verzögerung liegt auch an dem hohen Autoren-Ansprüchen. Der Engländer wollte eine möglichst genau Umsetzung seines Buchstoffs. So sollte die Serie eine Mindestspielzeit von sechs Stunden haben. Das hielt viele Produzenten, Regisseure und Drehbuchautoren davon ab, sich weiter mit dem Mammutwerk zu befassen. Schlussendlich setzte Follett sich durch und bekam sein Epos: mit 80 Stars, rund 6.000 Statisten und einer 350 Mann starken Filmcrew. Die Produktion verschlang rund 40 Millionen Euro.

Rufus Sewell als Baumeister Tom Builder in "Die Säulen der Erde"
Vom Acht- zum Vierteiler: Hierzulande strahlt Sat.1 “Die Säulen der Erde” als traditionellen vorweihnachtlichen Vierteiler aus. In den USA lief das Werk in acht Teilen à 50 Minuten. Dadurch ergeben sich zumindest für den deutschen Markt dramaturgische Probleme. Denn anstatt nach 50 Minuten mit einem Cliffhanger die Spannung zu erhöhen, wird durch das Versenden von je zwei Teilen ein Kapitel abgeschlossen. Ähnlich wie bei einer Telenovela.

Spielberg-Schüler führt Regie: Regie führte Sergio Mimica-Gezzan. Der 1957 geborene US-amerikanische Film- und Fernsehregisseur gilt als Zögling von Star-Regisseur Steven Spielberg. Unter ihm arbeitete er schon bei "Schindlers Liste", "Der Soldat James Ryan", "Catch me if you can" und "Terminal". Roland Emmerich unterstützte er bei "Independence Day". Selbst Regie führte er vorrangig bei TV-Produktionen, unter anderem für die Neuauflage von "Battlestar Galactica" und einigen Episoden von “Heroes” und “Prison Break”.

Ken Follett als Geschichtenerzähler: Der Autor bekam kurzerhand selbst eine kleine Rolle. Bei einer Stippvisite auf dem Filmset in Budapest kam Regisseur Mimica-Gezzan kurzerhand die Idee. Drehbuchautor John Pielmeier war zufällig vor Ort und schrieb eine Szene um. Treffenderweise mimt er einen englischen Geschichtenerzähler.

Deutsch-kanadische Co-Produktion: Die enormen Kosten konnten nur durch eine Co-Produktion gestemmt werden. Die Münchner Produktionsfirma Tandem Communications und die kanadische Firma Muse Entertainment Enterprises leisteten die Hauptarbeit. Unterstützt wurden beide Unternehmen durch die Produktionsfirma Scott Free Productions, in der Hand der Erfolgsproduzenten Ridley und Tony Scott. Gedreht wurde hauptsächlich in Budapest, Wien und Niederösterreich. In dem ungarischen Örtchen Ocsa errichtete die Filmcrew auf einem 20.000 Quadratmeter großen Feld den Marktplatz des fiktiven Hauptspielortes Kingsbridge. Die Kathedrale wurde ebenfalls real gebaut, allerdings nur bis zu einer Höhe von sieben Metern. Der Rest wurde am Computer hinzugefügt, um die Produktionskosten niedrig zu halten.

Mittelalter auf allen Kanälen: “Die Säulen der Erde” gibt es auch als Brettspiel. Wie im Roman geht es darum, eine Kathedrale als hölzernes 3D-Modell zu bauen. Der WDR produzierte bereits 1999 mit großem Aufwand ein achteinhalbstündiges Hörspiel. Regie führte dabei Leonhard Koppelmann, der auch Umberto Ecos “Baudolino” als Hörspiel inszenierte.

Nichts verpassen: Falls Sie eine Folge verpasst haben, können Sie sie auf Sat.1.de problemlos noch einmal anschauen. In voller Länge.  

Fortsetzung folgt: “Die Tore der Welt” ist der Fortsetzungsroman. Im April dieses Jahres sicherte sich Tandem Communications die Rechte an der Verfilmung. Auch Scott Free Productions unterstützt wieder die Produktion. Finanziert wird das Projekt zu großen Teilen von dem amerikanischen Bezahlsender Starz, der sich die Rechte an der Erstausstrahlung sichern konnte. Wie schon “Die Säulen der Erde” wird John Pielmeier die Drehbuchadaption übernehmen.

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