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TV Spielfilm startet erste iPad-App

Auf der TV-Couch eines modernen Medienkonsumenten liegt heute nicht mehr automatisch eine Fernsehzeitschrift. Stattdessen wird der Platz immer häufiger von Laptops, iPhones oder iPads beansprucht. Eine Tatsache, die sich an den sinkenden Auflagen der Programmies und den hohen Downloadzahlen ihrer Apps ablesen lässt. Nur logisch, dass Burda TV Spielfilm jetzt auch auf das iPad bringt. Die Tablett-Ausgabe erinnert an die gedruckte Ausgabe und verzichtet leider auf alle Bewegtbild-Möglichkeiten.

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Auf der TV-Couch eines modernen Medienkonsumenten liegt heute nicht mehr automatisch eine Fernsehzeitschrift. Stattdessen wird der Platz immer häufiger von Laptops, iPhones oder iPads beansprucht. Eine Tatsache, die sich an den sinkenden Auflagen der Programmies und den hohen Downloadzahlen ihrer Apps ablesen lässt. Nur logisch, dass Burda TV Spielfilm jetzt auch auf das iPad bringt. Die Tablett-Ausgabe erinnert an die gedruckte Ausgabe und verzichtet leider auf alle Bewegtbild-Möglichkeiten.

Es wäre so nahe liegend gewesen, zu den einzelnen Sendungen Links zu Filmtrailern, Mediatheken und anderen Videoportalen zu platzieren und so den Nutzern einen echten Mehrwert im Vergleich zu einer eindimensionalen Zeitschrift zu liefern, die noch immer einfach nur eine Programm-Liste druckt. Bei Burda und seiner hauseigenen App-Schmiede Cellular entschied man sich jedoch offenbar gegen eine echte Mulitmedia-App. Sie hätte allerdings auch einen erheblichen redaktionellen Mehraufwand bedeutet.

Die neue TVS-App: Die Programm-Übersicht wird wenig
innovativ präsentiert

Innerhalb der neuen Applikation können die Nutzer nun zwischen drei verschiedenen Programmansichten wählen: "Im ‚Grid-Modus‘ spiegelt das iPad die Sendungen wie im elektronischen Programmführer auf dem Fernsehgerät wider", heißt es in der Produkt-Beschreibung. "’iPhone-Style‘ zeigt eine Spaltenansicht der Sendungen und rechts daneben weitere detaillierte Programminformationen. Alternativ können Nutzer auch die klassische Spaltenansicht der TV-Spielfilm-Printausgabe wählen."

Weiter Features sind eine Programmsuche nach Lieblingsgenres. Zudem soll die integrierte Vorschauoption detaillierte redaktionelle Informationen zu den TV-Inhalten direkt auf der Startseite liefern. Für ein wenig Interaktivität sorgt die Möglichkeit, seinen Freunden via Facebook und Twitter Programm-Favoriten zu empfehlen.

Mit einem ähnlichen Leistungsumfang wurde die iPhone-App zu einem großen Erfolg. Mit über 1,25 Millionen Downloads gilt die Applikation in Deutschland als Marktführer unter den Lifestyle-Angeboten. Für den Verlag scheinen die Applikationen ein gutes Geschäft zu sein. Im MEEDIA-Interview verriet Produktmanager Andreas Mauch, dass die Marke TV Spielfilm alleine in diesem Jahr "30 Prozent Mehrerlöse im digitalen Bereich durch unsere mobilen Angebote" erzielen wird. Zudem widersprach Mauch der Befürchtung, dass Apps das gedruckte Heft kannibalisieren würden. "Das können wir so überhaupt nicht bestätigen. Wenn Sie sich unsere hart verkaufte Auflage im Vergleich zu den App-Nutzungszahlen ansehen, werden sie keinen negativen Effekt feststellen können. Im Gegenteil: Wir erreichen neue User, binden diese dauerhaft an uns und stärken das Marken-Image."

Wie die Zukunft von Programm-Apps aussehen könnte, zeigt Zeit Online. Unter der Regie von Chefredakteur Wolfgang Blau entwickelten die Berliner gerade eine HTML5-Seite, die eine App-ähnliche Bedienung der Seite ermöglicht, ohne dass man eine Applikation herunterladen muss. Das Angebot lässt sich einfach aus dem Browser heraus bedienen. Mit dem Start eines solches HTML5-Angebotes verlieren die Verlage zwar die Möglichkeit, für die App Geld zu verlangen. Bei den kostenfreien Programm-Angeboten geht es jedoch sowieso vor allem um den Aufbau von Reichweite. Heißt: Möglicherweise neigt sich die Zeit der geschlossenen Applikationen im Bereich der Programmies schon bald wieder dem Ende entgegen.

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