Günther Jauch verliert Rechtsstreit

Günther Jauch hat einen Schadensersatzprozess um 50.000 Euro gegen die Osnabrücker Sonntagszeitung verloren. Das Blatt hatte ein Foto des TV-Moderators verwendet, ohne ihn um Erlaubnis zu fragen. Darin sah Jauch einen Eingriff in seine Persönlichkeitsrechte. Seine Klage wies der Bundesgerichtshof ab.

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Die Osnabrücker Sonntagszeitung beabsichtigte, ab September 2006 ein Magazin mit dem Titel Markt & Leute als gedruckte Zeitung und online im Internet anzubieten. Sie erstellte eine Nullnummer der Zeitung mit dem RTL-Mann auf dem Cover, die lediglich in der Einführungswerbung für das Magazin verwendet, aber nicht zum Kauf angeboten werden sollte. Im Internet und in Zeitungsanzeigen warb sie mit dem Jauch-Cover.
Der TV-Moderator war der Ansicht, die Verwendung seines Fotos und Namens in der Werbung für das Magazin, die ohne seine Einwilligung erfolgte, verletze sein Recht am eigenen Bild und Namen. Er verklagte die Osnabrücker Sonntagszeitung. Doch der Bundesgerichtshof hat die Klage abgewiesen. In der Begründung heißt es: "Der Eingriff in das Persönlichkeitsrecht durch die Abbildung eines Porträtfotos des Klägers war hier vergleichsweise geringfügig."
Die Osnabrücker Sonntagszeitung kann sich zudem auf das Grundrecht der Pressefreiheit berufen und die Öffentlichkeit mit der Abbildung einer Titelseite über die Gestaltung ihres geplanten Magazins informieren, entschied der Bundesgerichtshof.
Das Heft Markt & Leute ist übrigens nie erschienen. Es wurde bereits vor seiner ersten Ausgabe wieder eingestampft.

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