Die Friede-, Freude-, Eierkuchen-Woche

Diese Woche gibt es nur gute Meldungen. Print kann ja nach dem VDZ-Kongress vor Kraft kaum noch laufen, und da wollen wir die gute Laune nicht vermiesen. Doc Schneider verlässt die Toscana und mischt wieder in der heimischen Heckmeck-Branche (Medien) mit. Alfred Neven DuMont hat seine Mitarbeiter wegen seines wild gewordenen Sohnes beruhigt. WiWo-Chefredakteur Roland Tichy war erfreulich präsent, und das PDF-Medienmagazin gefällt einmal mehr mit einem schönen Weiterdreh zum Wochenausklang.

Anzeige

Der “Doc” ist zurück vom Holiday. Thomas “Doc” Schneider, ehemals Stellvertreter von Patricia Riekel bei Bunte und ehemals journalistischer Geschäftsführer beim Bauer Verlag, ist wieder im Geschirr und im Geschäft. Als Editorial Director beim Klatschblatt OK! und journalistischer Berater der Geschäftsführung hat er beim Klambt Verlag angeheuert. Aber was hat der Doc in der Zwischenzeit gemacht? Er hat zusammen mit seiner Frau Katja in der Toscana gelebt und dort einen Vertrieb für sauteure Beauty-Produkte auf Olivenöl-Basis aufgebaut. Salutini heißt die Firma und auf der dazugehörigen Webpage sehen wir u.a. den Doc, wie er ganz der Wahl-Italiener, mit der Vespa und seiner Frau durch die Toscana saust. Wenn der Doc also mit jugendlichem Teint und ebensolcher Frische jetzt bei Klambt ans Werk geht, wissen wir, woran das liegt.

Die Konstantin-Geschichte ging diese Woche, wie prophezeit, weiter. Jetzt hat er seinen Vater via Bild Köln aufgefordert, ihn doch bitte auszubezahlen. Dass der Alte der Forderung nachkommt, ist aber doch eher unwahrscheinlich. Das Lebenszeichen von Alfred Neven DuMont und seine Ankündigung, dass die Mitarbeiter ihn noch eine Weile ertragen müssen, dürfte die arg verunsicherten Angestellten des Verlags ein bisschen beruhigt haben. Peinlich bleibt die Sache trotzdem und ein Ende ist nach wie vor nicht in Sicht.

Liebling der Woche ist WirtschaftsWoche-Chefredakteur Roland Tichy. Der hat eine gute Facebook-Geschichte auf den Titel gehoben, dann der Horizont ein tolles Interview gegeben und schließlich viele Zuhörer mit seiner Moderation auf dem VDZ-Kongress in Berlin begeistert. Den ebenfalls gut aufgelegten Michael Ringier konfrontierte er flexibel mit einem Tweet vom kress-Kollegen Christian Meier, der Ringier eine überraschend scharfe Kritik am Internet attestierte. Hut ab, Herr Tichy. Aber: In der Titelstory der WiWo über die “Verkaufsmaschine Facebook” schwärmen und dann vergleichsweise schmale 713 Fans für die eigene Facebook-Seite der WiWo begeistern können – da geht noch was!

Und weil wir gerade so milde gestimmt beim Liebling der Woche sind: Genauso heißt auch eine immer wieder lustige Rubrik in dem PDF-Medienmagazin ViSdP (aktuell: Rainer Langhans). Als das gedruckte Heft eingestellt wurde, hätten viele (ich auch) keinen Pfifferling mehr auf die Zukunft dieses Titels gesetzt. Mittlerweile ist die freitägliche Mail mit dem neuen ViSdP-PDF zu einem liebgewonnenen Ritual geworden. Freitag für Freitag schaffen es die Kollegen um Chefredakteur Sebastian Esser den Wochenthemen einen ungewohnten und/oder originellen Spin zu geben. In der aktuellen Ausgabe beispielsweise widmet sich ViSdP anlässlich der Konstantin-Fortsetzungsgeschichte den spektakulärsten Erbfolgekriegen im deutschen Medienadel und findet dazu die wunderbare Überschrift: “Lügen, Intrigen, Verrat.” Mehr als einmal ärgern wir uns, dass uns der eine oder andere Dreh von ViSdP nicht selbst eingefallen ist. Das ist jetzt als Kompliment gemeint. Schönes Wochenende!

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige