DuMont-Fehde: Jetzt geht’s ums Geld

Im Vater-Sohn-Konflikt bei M. DuMont Schauberg wird es langsam ernst: Denn ab jetzt geht es ums Geld. Konstantin Neven DuMont war zwar beurlaubt, aber sichtbare Konsequenzen fehlten – bislang. Wie die SZ nun berichtet, steht der 41-Jährige seit Mittwoch nicht mehr im Impressum der Frankfurter Rundschau. Zudem forderte der Kölner - laut Bild – den Aufsichtsrat schriftlich auf, seine Beurlaubung zu begründen. Der Grund: Beim Kampf um Abfindung und Konzern-Anteile könnte das Schreiben noch wichtig werden.

Anzeige
Der direkte Einfluss, den Konstantin auf das Unternehmen anhand seines 16,6 Prozent-Anteils nehmen kann, ist allerdings gering. Sein Vater hält – laut Bild – 33,4 Prozent und die Familie Schütte, vertreten durch Christian Schütte DuMont, 50 Prozent. 
Entscheidungen können jedoch nur mit 75-Prozent-Mehrheit getroffen werden. Heißt: Die Konstruktion war so ausgelegt, dass der Altverleger gemeinsame Entscheidungen von Christian Schütte und seinem Sohn stets verhindern konnte. Beide kommen zusammen nur auf 66,6 Prozent. 
Selbst wenn Konstantin seinen Anteil nun veräußern würde, hielte sich der Einfluss des Käufers im Rahmen. Zudem haben die Familien ein Vorkaufsrecht auf die Konstantin-Beteiligung. Laut Bild liegt der Wert der Anteile zwischen 16 und 20 Millionen Euro. 
Wie es um das Unternehmen generell bestellt ist, ist unklar. Fest steht: In einer finanziellen Schieflage befindet sich das Verlagshaus nicht. Allerdings trifft vor allem die Anzeigenkrise die Titel der Kölner besonders hart. Größtes Sorgenkind ist die Frankfurter Rundschau. Obwohl er bereits beurlaubt war, kündigte der 41-Jährige Herausgeber im Gespräch mit Bild und Focus harte Sparmaßnahmen in der Mainmetropole an. Ein Schelm, der böses dabei denkt, dass Konstantin Neven DuMont nun vom Posten des FR-Herausgebers gestrichen wurde. 
Seine weiteren Herausgeber-Positionen beim Kölner Stadt-Anzeiger, der Mitteldeutschen Zeitung und beim Kölner Express hat der Sohn von Altverleger Alfred Neven DuMont jedoch noch inne. Allerdings ist er bei allen drei Titeln nicht alleiniger Herausgeber. Er teilt sich den Posten jeweils mit seinem Cousin Christian Schütte DuMont und seinem Vater.
Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige