Datenschützer warnen vor Facebook Messages

Der in Deutschland für Facebook zuständige Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar warnt vor Facebooks neuem Kommunikationsdienst "Messages". "Die Fokussierung auf einen Anbieter wie Facebook ist hoch problematisch", sagte er der Frankfurter Rundschau.

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"Die Nutzer übermitteln alle ihre Daten einem Anbieter, den wir nicht kontrollieren können." Bereits in der Vergangenheit war das soziale Netzwerk mehrfach negativ aufgefallen, weil es "sich nicht an europäisches Datenschutzrecht gebunden fühlt".
"Facebook zeigt sich bislang beratungsresistent in Datenschutzfragen", urteilt auch Carola Elbrecht vom Bundesverband der Verbraucherzentralen gegenüber der Rundschau. Je stärker Nutzer ihre Daten an einem Ort im Web zentralisierten, desto lukrativer werde Fremdnutzung, der bis zum Missbrauch reichen könne.
Bei Facebook Messages geht es Zuckerberg darum, zusammenzuführen, was inzwischen mehr als 500 Millionen Mitglieder miteinander austauschen – und das immer mehr, immer schneller, auf immer mehr Geräten und Plattformen. Das neue System soll kommunikativ alles können. Im Zentrum stehen drei große Verbesserungen: Das nahtlose Verschicken von Nachrichten, der übersichtlichere Gesprächsverlauf und eine klarere Unterteilung von wichtigen und unwichtigen Nachrichten über die "Social Inbox", das soziale Postfach.

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