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Neofonie verabschiedet sich vom WeTab

Es gibt mal wieder Neuigkeiten vom WeTab. Die Pannen-PR-Firma Neofonie hat sich nun komplett aus dem Projekt zurückgezogen und überlässt Joint-Venture-Partner 4tiitoo das Feld. Grund: Neofonie bekommt offenbar die lange angekündigte Publishing-Software WeMagazine nicht richtig zum Laufen. Der frühere WeTab-Impressario Helmut Hoffer von Ankershoffen hatte schon vorher die Segel gestrichen. Die junge Firma 4tiitoo steht nun mit dem WeTab alleine auf weiter Flur.

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Angeblich war allein 4tiitoo für die Hardware und das Betriebssystem des WeTab zuständig. Beobachter der Pannenserie rund um den Tablet-PC aus deutschen Landen fragen sich mittlerweile verwundert, was denn die Firma Neofonie bei dem WeTab überhaupt für eine Rolle gespielt hat. Bei den ersten Präsentationen von WeTab-Dummies durch Helmut Hoffer von Ankershoffen wurde stets so getan, als sei das WeTab ein alleiniges Projekt von Neofonie.

Erst bei der Berliner Funkausstellung (IFA) tauchte 4tiitoo als Joint-Venture-Partner von Neofonie auf. Kam 4tiitoo erst später ins Boot, als man bei Neofonie merkte, dass man einen Tablet PC alleine nicht produzieren kann? 4tiitoo ist außer mit dem WeTab noch mit keiner anderen Entwicklung in Erscheinung getreten. Nach eigenen Angaben ist das Unternehmen ein “finanziertes Startup, das an einem revolutionären Weg der personalisierten Internet-Nutzung” tüftelt. So stand es jedenfalls in einer Stellenausschreibung für ein Praktikum von Ende 2009.

Auf der Website von 4tiitoo sind außer dem WeTab keinerlei Produkte oder Referenzen zu finden. Aber immerhin hat die Firma in Sachen WeTab bisher mehr bewegt als Neofonie. Nicht nur stammt die ganze Hard- und Software von 4tiitoo, auch die bisherigen Fehlerbehebungen gehen offenbar aufs Konto der Münchner Firma.

Neofonie und Helmut Hoffer von Ankershoffen haben zumindest zu Beginn ihre guten Kontakte in die Verlagsbranche einbringen können – Neofonie hat eine lange Kundenbeziehung zum Beispiel zu Gruner + Jahr. Als aber immer deutlicher wurde, dass die Ankündigungen des Helmut Hoffer von Ankershoffen zu großen Teilen Luftblasen sind, ergriff Vorzeige-Kunde G+J Anfang Oktober die Flucht und lässt jetzt lieber fürs iPad entwickeln.

Später kamen dann noch der Skandal um die von von Ankershoffen unter falschem Namen bei Amazon eingestellten Jubel-Bewertungen für das WeTab und sein Rückzug aus der Firma hinzu. Nun steht 4tiitoo mit dem WeTab allein auf weiter Flur. Angesichts der etablierten Anbieter Apple und Samsung, die mit dem iPad und dem Galaxy Tab zwei ausgereifte Geräte auf dem Markt haben, muss auch an einem späten Tablet-Wunder aus Deutschland gezweifelt werden.

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