Wird Konstantin Neven DuMont Blogger?

Konstantin Neven DuMont hat anlässlich des Jubiläums der Medienkolumne “Altpapier” einen Gastbeitrag geschrieben. Angesichts der Irrungen und Wirrungen um seine angebliche Viel-Kommentiererei und seinen angekündigten, dann aber doch nicht vollzogenen Rücktritt aus dem DuMont-Vorstand war der Beitrag mit einiger Spannung erwartet worden. DuMont jr. nimmt seine Kritiker ins Gebet, verweist auf Fans, macht eine geheimnisvolle Blog-Ankündigung und klärt sein Verhältnis zu Stefan Niggemeier.

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Am Telefon, so schreibt Neven DuMont, sei Niggemeier immer "sehr freundlich gewesen". Aufmerksamen Lesern der endlosen Kommentare unter den beiden jüngsten Blog-Artikeln, die Stefan Niggemeier zu dem Thema Konstantin Neven DuMont verfasst hat, wird auffallen, dass einer der anonymen Kommentierer, von denen DuMont jr. sagt, dass sie nicht er seien, auf diverse Telefongespräche zwischen DuMont und Niggemeier hinweist.

Ansonsten vergleicht der Jung-Verleger in seiner Altpapier-Gast-Kolumne bei evangelisch.de den SZ-Journalisten Marc Felix Serrao mit Günter Wallraff, wobei letzterer deutlich besser wegkommt. Kein Wunder. Serrao hatte in der Süddeutschen u.a. die Frage gestellt, ob sich der junge DuMont ob seines Verhaltens der Verantwortung für das Unternehmen bewusst sei. Im Altpapier beantwortet Konstantin diese und andere Fragen mit einem "Ja". Er, Konstantin, habe "hunderte" wohlwollende Briefe von Menschen erhalten, die ihn bestärken. Ein Fan-Schreiben kam von dem in Dortmund ansässigen Zeitungs-Wissenschaftler Horst Röper. Der schreibt dem jungen Neven u.a., dass er sich "über den ‚jungen Neven‘ immer gefreut" habe.

Konstantin schreibt weiter über irregeleitete Medienkritik ("Ist die neue Doku auf RTL II wirklich so wichtig, dass sich nahezu alle Medienjournalisten unbedingt mit ihr beschäftigen müssen?"), die "demokratische Bewegung", das öffentlich-rechtliche Fernsehen ("Für irgendetwas müssen unsere Gebühren schließlich gut sein."), den Krieg in Afghanistan, den "wir" beenden könnten, indem "wir unsere Jungs nach Hause" holen und schließlich Blogs ("Suchtgefahr!"). "Viele erfolgversprechende Blogs" stünden "in Arbeit", so der junge DuMont, das sei "ein Aspekt, den wir neben einem regelmäßigen Müßiggang nicht vergessen sollten. Lassen Sie sich überraschen." Klingt fast direkt wie eine Ankündigung. Will Konstantin Neven DuMont etwa bald selbst unter die Blogger gehen? Seine vielen Fans würden sich vermutlich freuen.

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