Sky zeigt Schalke – Bayern als Fußballoper

Mit einer skurrilen Aktion will der Pay-TV-Anbieter Sky am 4. Dezember Aufmerksamkeit auf sein Fußball-Programm lenken. Das dann stattfindende Bundesliga-Spiel zwischen Schalke 04 und Bayern München wird nach MEEDIA vorliegenden Informationen nicht nur von Marcel Reif, sondern auf einem zusätzlichen Kanal von einem Opern-Ensemble kommentiert. Die kompletten 90 Minuten werden dort künstlerisch begleitet - und zwar "in zwei Akten" als Live-Improvisation.

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Für die "Sky Fußballoper" sucht der Pay-TV-Anbieter derzeit Sponsoren und Werbekunden, es handele sich um ein "einzigartiges, innovatives und besonderes Fußball- und Kulturevent, das je nach Situation komisch, skurril und überraschend sein kann, aber nie langweilig, vorhersehbar oder geplant".
Die Improvisation, für die "Deutschlands renommiertestes Opern-Improvisationsensemble" La Triviata verpflichtet wurde, findet dabei offenbar nicht nur als Audiobegleitung statt, sondern als audio-visuelles Experiment. So sollen die Improvisationskünstler nicht nur singen, sondern auch live komponieren, dichten und spielen – allerdings immer in Opernform. Optisch wird das dann so aufbereitet, dass Ensemble und Spiel per Splitscreen zu sehen sind oder die Künstler vor einer Videowand agieren – mit dem Spiel im Hintergrund. Auch die Vor-, Nach- und Halbzeitberichte werden auf dem Extrakanal anders aussehen als gewohnt.
Um ordentlich für das bizarre Experiment zu trommeln, will Sky im Vorfeld massiv mit Trailern und redaktionellen Hinweisen auf das Event hinweisen. Die Absicht hinter dem Experiment dürfte klar sein: Ein Pay-TV-Anbieter muss ständig im Gespräch bleiben und auf seine Programme hinweisen. Ob eine "Fußballoper" direkt neue Abonnenten gewinnt, ist zwar eher fraglich, doch die Oper bringt den Sender dafür ins Gespräch, in die Medien, etc.

Spannend dürften neben der Frage, wie viele Fans das Spiel am 4. Dezember im Original verfolgen und wie viele als Oper, auch noch die Reaktionen in den Kneipen sein, wenn der Wirt seinen Gästen nicht den Marcel-Reif-Stream, sondern die "Fußballoper" präsentiert.

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