Schwäbische Zeitung: Lokalchef rehabilitiert

Das vorläufige Ende einer Regional-Affäre, die bundesweit Wellen schlug: Der kaltgestellte Lokalchef der Schwäbischen Zeitung aus Leutkrich, Ulrich Mäule, wurde nach Informationen des Branchendienstes Kress wieder in Amt und Würden gesetzt.

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Der Redakteur war vergangene Woche freigestellt worden. Auslöser war ein Artikel einer seiner Redakteure über den angeblichen Versuch des Bürgermeisters von Bad Buchau, einen Fall von Kindesmissbrauch an der städtischen Musikschule zu vertuschen.
Durch die Veröffentlichung des Artikels geriet die Zeitung selbst in die Diskussion in dem Ort Bad Buchau. Am Donnerstag veranstaltete das Blatt dann ein Forum, auf dem Bürger über die Berichterstattung und den Missbrauchs-Fall diskutieren konnten. Statt Regionalchef Ulrich Mäule moderierte Ralf Geisenhanslüke, der Chefredakteur der Schwäbischen Zeitung, damit, wie es im Fax hieß, “die Diskussion emotional nicht an Ulrich Mäule, dem verantwortlichen Regionalleiter, festgemacht werden kann”.



Weiter hieß es: “Um einen Beitrag zur Versachlichung der Diskussion und des Bad Buchauer Binnenklimas zu leisten, hat der Schwäbische Verlag Ulrich Mäule aus der Kritik genommen und vorübergehend freigestellt.” Eine Freistellung als Maßnahme der Mitarbeiterfürsorge? Das erscheint weit hergeholt. Der Inhalt des Faxes des Schwäbischen Verlags, wie er von der Süddeutschen wiedergegeben wird, und vor allem die Formulierung, man sei mit dem “früheren Regionalchef Mäule und über dessen Zukunft im Gespräch” erwecken viel eher den Eindruck, dass da einer kaltgestellt werden sollte. Der Eindruck täuschte jedoch offenbar.

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