Neues Fremdgeh-Portal lockt Sex-Abenteurer

Das größte Seitensprung-Portal der USA startet nun auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz: AshleyMadison.com. Seit kurzem ist die Seite auch auf deutsch verfügbar, ab nächster Woche soll eine TV-Kampagne auf die diskreten Dienstleistungen von Ashley Madison aufmerksam machen. In den USA hat der Service angeblich knapp sieben Millionen registrierte Nutzer. Vor allem durch spektakuläre Werbe-Aktionen hat das Portal dort bereits große Aufmerksamkeit erregt.

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Interessant ist dabei, dass AshleyMadison.com vor allem dann mit Werbung punkten konnte, wenn die Werbung nicht gezeigt wurde. So lehnte der US-Fernsehsender NBC im Jahr 2009 einen TV-Spot für AshleyMadison.com während der Super-Bowl-Übertragung ab. Das gab Chef Noel Biderman Gelegenheit, sich trefflich über die Schein-Moral der US-Medien zu empören.

Ende 2009 wollte das Portal dann Werbung auf Straßenbahnen in Bidermans Heimatstadt Toronto buchen, was ebenfalls abgelehnt wurde. Die Sache hatte sogar politische Folgen, als herauskam, dass Adam Giambrone, der Chef der Verkehrsbehörde von Toronto, der die Werbung als unmoralisch abgelehnt hatte, zugeben musste, selbst seine Lebensgefährtin betrogen zu haben. Ob er dazu die Dienste von AshleyMadison.com nutze, ist nicht bekannt. Giambrone musste daraufhin aber seine Kandidatur als Bürgermeister von Toronto zurückziehen.

Im Februar 2010 bot AshleyMadison.com zehn Millionen Dollar, wenn die finanziell klamme US-Stadt Phoenix ihren Flughafen für fünf Jahre in Ashley Madison International Airport umbenennt. Auch dieser Werbedeal wurde abgelehnt. Zahlreiche Anzeigen, Werbeplakate und TV-Spots für Ashley Madison wurden aber auch schon gedruckt und gesendet. In dem Spot, der für den deutschen Markt verwendet werden soll, wird man laut Welt Online ein Paar beim Austausch von Zärtlichkeiten sehen. Dazu gibt es die Einblendung: “Dieses Paar ist verheiratet… aber nicht miteinander.”

2010 soll AshleyMadison.com nach eigenen Angaben einen Umsatz von rund 45 Mio. Euro erwirtschaften. Das Geschäft macht das Portal mit dem Verkauf von virtuellen Credits, die man in Paketen von 49, 149 und 249 US-Dollar kaufen kann. Nimmt man online Kontakt zu Seitensprungwilligen auf oder chattet mit Damen oder Herren, kostet das jeweils Credits. Beim teuersten Paket gibt AshleyMadison.com sogar eine “Affären-Garantie”, oder es gibt das Geld zurück.

Zwar gibt es auch in Deutschland bereits eine ganze Reihe an Seitensprung-Portalen im Internet – AshleyMadison.com betreibt das unmoralische Geschäft aber mit großer Professionalität und viel Marketing-Geschick. In den USA hat es das Portal in zahlreiche TV-Talkshows geschafft, was hierzulande auch gelingen könnte.
Der Name Ashley Madison ist übrigens ein reiner Kunstname. Portal-Chef Biderman und seine Leute haben sich einfach zwei populäre Mädchen-Vornamen – Ashley und Madison – herausgesucht und kombiniert. Ihr Kalkül: Auf diese Weise werden auch verstärkt Frauen von dem Portal angesprochen. Und wo mehr Frauen zu finden sind, da kommen zahlungs- und seitensprungwillige Männer von ganz alleine.

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