Steigende Werbeerlöse bei TimeWarner

Nicht das ganz große Kino beim US-Medienriesen TimeWarner: Der an der New Yorker Börse NYSE gelistete Traditionskonzern konnte am Mittwoch bei Vorlage der Geschäftszahlen für das abgelaufene dritte Quartal ein leichtes Umsatzplus bekanntgeben, musste aber gleichzeitig einen Gewinnrückgang vermelden. Die sinkenden Erträge waren jedoch in Ermangelung eines Hollywood-Blockbusters erwartet worden. Für das Gesamtjahr hob der einst wertvollste Medienkonzern der Welt dagegen die Gewinnerwartungen an.

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Es fehlte schlicht die Magie: Harry Potter, der wahrscheinlich sicherste Gewinnbringer Hollywoods, war noch in den Sommerferien – erst ab dem 12. November werden für den wertvollsten Medienkonzern der Welt mit der Verfilmung von "Heiligtümer des Todes" wieder die Kassen klingeln.

Die Abwesenheit von überdimensionalen Blockbustern, die auch Leonardo DiCaprios Sommerhit "Inception" nicht ausgleichen konnte,  fand ihre Übersetzung schwarz auf weiß in den Bilanzen für das abgelaufene Geschäftsquartal, das heute vor Handelseröffnung an der Wall Street bekannt geben wurde.

In dem Dreimonatszeitraum von Anfang Juli bis Ende September verdiente TimeWarner nunmehr 522 Millionen Dollar oder 46 Cent je Aktie – im Vorjahr waren es noch 662 Millionen oder 49 Cents je Anteilsschein. Ohne Abschreibungen hätte TimeWarner 63 Cent je Aktie verdient und damit Analystenschätzungen, die noch bei 53 Cent gelegen hatten, deutlich geschlagen.

TV-Geschäft bleibt Umsatztreiber – Werbeerlöse steigen um 9 Prozent

Die Umsatzentwicklung blieb dagegen unter den Erwartungen zurück, obgleich die Verfehlung hier moderat ausfiel: TimeWarner erlöste im dritten Quartal 6,38 Milliarden Dollar statt  prognostizierten 6,41 Milliarden Dollar.

Größter Umsatztreiber war erneut die TV-Sparte (CNN, HBO), deren Erlöse um 9 Prozent auf 3 Milliarden Dollar zulegten. Das Verlagsgeschäft gab dagegen um 1 Prozent auf 901 Millionen Dollar nach. Der prestigeträchtige Unternehmensbereich Time Inc. konnte dagegen einen Werbeerlös-Zuwachs von 5 Prozent verbuchen. Insgesamt legten die Werbeerlöse um 9 Prozent zu, vor allem getrieben durch das TV-Geschäft.

Gewinnprognose für 2010 angehoben

Entsprechend der positiven Geschäftsentwicklung hob der US-Medienriese seine Gewinnprognose für das laufende Jahr an und verkündete, die Gewinne je Aktie werden 2010 nun in den "hohen 20-Prozent-Bereich" wachsen. Analysten rechnen mit einem Gewinn je Anteilsschein von 2,26 Dollar.

Anleger waren vom Zahlenwerk jedoch weniger beeindruckt und reagierten mit Abverkäufen – die TimeWarner-Aktie verliert zum Handelsstart an der Wall Street um 2 Prozent.

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