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Le Monde bekommt neuen Investor

Nicolas Sarkozy konnte sich nicht durchsetzen: Die vom französischen Präsidenten favorisierte Investorengruppe um den Inhaber des Magazins Le Nouvel Observateur steigt nicht bei Le Monde ein. Stattdessen erhält die Le Monde Libre, angeführt vom linken Kulturmäzen Pierre Bergé, mit 60 Prozent die Mehrheit, berichtet das Handelsblatt. Dafür zahlt sie rund 110 Millionen Euro an die Tageszeitung.

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Für die Journalisten von Le Monde bedeute der Einstieg der Investorengruppe "eine historische Zäsur", so das Handelsblatt. Sie verlören die Kontrolle über die Zeitung. Bergé und seine Partner, der Bankier Matthieu Pigasse und der Gründer des Internetanbieters Free, Xavier Niel, versprachen aber, den Redakteuren ihre Freiheiten zu lassen.
Weiterer Anteilseigner an Le Monde ist die spanische Prisa-Gruppe. Ihr 15-Prozent-Anteil bleibt nach Handelsblatt-Angaben über die Gesellschaft Le Monde Libre bestehen. Andere Investoren wie der Medienkonzern Lagardère wollen jedoch nicht an der Zeitung beteiligt bleiben.

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