Thriller-Serie mit iPhone gedreht

Das iPhone wird zur Filmkamera: Kreative aus Hollywood drehen eine Thriller-Web-Serie ausschließlich mit dem Apple-Handy. Das Gerät dient dabei als Kamera und Schnittplatz zugleich. Auf diese Weise bleiben die Kosten von "Goldilocks", so der Name des Projekts, gering. Und die Zuschauer bekommen ungewöhnliche Blickwinkel geboten: Mitunter kratzen sie fast mit der Nase über den Asphalt, kleben an einem Motorbiker-Stiefel oder fühlen sich auch mal in ein Weinglas versetzt.

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In "Goldilocks" ist die Hauptfigur, eine junge Frau, auf der Flucht vor skrupellosen Mördern, die ihr einen rätselhaften Schlüssel abjagen wollen. Die Idee mag nicht sonderlich originell sein, doch die Umsetzung ist gelungen: Optisch steht die Serie professionell gedrehten Filmen in kaum etwas nach. Dass die Aufnahmen so gut sind, mag daran liegen, dass die Macher Absolventen der USC School of Cinematic Arts sind. Die Bilder sind lediglich etwas verwackelter, als die Zuschauer es aus Spielfilmen gewohnt sind. Doch das war auch in Blair Witch Project so – die Low-Budget-Produktion wurde 1999 mit verwackelten Aufnahmen zum Überraschungs-Hit.
Acht Episoden von "Goldilocks" (als kostenlose App erhältlich) sind geplant, die ersten beiden Folgen stehen schon zum Download bereit. Im Internet ist bis jetzt eine Folge auf der Website von Majek Pictures zu sehen.
Vergangene Woche hatte Nokia ein Video mit seinem N8 produziert. Dabei handelte es sich jedoch um einen konzerneigenen Imagefilm, um zu zeigen, in was für einer Qualität die Handykamera aufnehmen kann. "Goldilocks" hingegen wird von unabhängigen Filmemachern gedreht, die keine Werbekampagne für Apple fahren wollen.

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