Print-Werbemarkt wächst im Oktober kräftig

Der Erholungskurs im Werbemarkt hat sich für die deutschen Publikumszeitschriften auch im Oktober fortgesetzt. Wie aus den Zahlen der neuen Zentralen Anzeigenstatistik (ZAS) hervorgeht, druckten die ausgewiesenen über 400 Titel im Oktober 9,5 % mehr Anzeigen als im Oktober 2009. Auf das Gesamtjahr gerechnet ergibt sich damit für die ersten zehn Monate 2010 inzwischen ein Plus von 1,4 %, nach dem September lag es noch bei 0,3 %.

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Unter den laut Nielsen 20 umsatzstärksten Magazinen finden sich in der ZAS inzwischen nur noch sechs Verlierer: Focus, TV Movie, TV Spielfilm, Für Sie, TV Digital und Vogue. Zwar sieht es auf den ersten Blick so aus, als hätte die Vogue dabei mit einem Minus von 15,6% am meisten gegenüber 2009 verloren, doch das liegt vornehmlich daran, dass im Herbst 2009 das dicke Jubiläumsheft zum 30. Vogue-Geburtstag erschienen ist – und das war damals voll mit Anzeigen. Das Minus war also vorhersehbar. Die großen Wochentitel stern, Spiegel und Bild am Sonntag liegen mit einem Zuwachs von 7,2% bis 8,1% allesamt über dem Vorjahreszeitraum, allein der Focus schaffte das bisher nicht. Die deutlichsten Plus-Zeichen finden sich in unter den 20 wichtigsten Titeln bei der Auto Bild (+16,0%), der Bunte (+11,8%) und der Bild der Frau (+10,0%).

Der größte Gewinner unter allen Titeln ist weiterhin Schöner Wohnen. Mit 985,30 gedruckten Anzeigenseiten legte das Magazin um heftige 67,5% zu. Auch hier liegt das u.a. – aber nicht nur – an einer Jubiläumsausgabe. Auf den weiteren Plätzen folgen myself, die Bunte, Prisma und Gala. Auch stern und Spiegel haben inzwischen den Sprung in die Aufsteiger-Top-Ten geschafft.

Größte Verlierer der Branche bleiben vor allem die Computerzeitschriften. Mit c’t, Chip und PC-Welt finden sich gleich drei Titel aus dem Segment auf den ersten sechs Plätzen. Das Internet dürfte hier eine maßgebliche Mitschuld an den fehlenden Print-Anzeigen haben. Ganz vorn findet sich aus oben erwähnten Gründen die Vogue, ebenfalls weit oben vertreten sind weitere Frauen-Titel wie Jolie und Emotion.

Wie immer muss zu den ZAS-Zahlen angemerkt werden, dass es sich um Brutto-Daten handelt. Sprich: Sämtliche Eigen- und Austauschanzeigen, für die kein Geld fließt, werden mitgerechnet. Dennoch geben sie klare Hinweise über die Entwicklung in der Branche.

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