Murdoch will britische Schulen sponsern

Der Medienmogul Rupert Murdoch lässt seine soziale Ader durchblicken: Eltern hätten ein Recht darauf, dass ihre Kinder eine gute Ausbildung erhielten, zitiert ihn FR-Online. Deshalb will er künftig britische Schulen sponsern. Kritiker fürchten jedoch, dass der News-Corp-Chef Einfluss auf die Stundenpläne nehmen wird.

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WWenn es Kindern in den ärmsten Weltgegenden gelingt, Lesen und Schreiben zu lernen ebenso wie Mathematik und Naturwissenschaften in verschmutzten Klassenräumen und mit zerfledderten Büchern, dann gibt es keine Entschuldigung für das Scheitern britischer Schüler", sagte Murdoch. Er plant, bei britischen Academy Schools im Großraum London einzusteigen. Diese sind über einen speziellen Vertrag vom staatlichen Schulsystem mit eigenen Richtlinien ausgestattet und deshalb besonders abhängig von ihren Sponsoren.
Wenn dann Multi-Media-Training und "professionelle Richtlinien im Journalismus" auf dem Stundenplan stünden, seien Interessenkonflikte programmiert, schreibt FR-Online. Eine Sprecherin von News International habe genau diese Fächer als Kernpunkte für die Förderung von Schulen genannt.
Der ehemalige britische Europa-Minister Denis MacShane kritisiert den Murdoch-Einstieg ins Bildungssystem: "Dass das Wertsystem von Rupert Murdoch jetzt auch die Kinder infizieren soll, ist eine echte Horrorstory", sagte er dem Observer.

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