Käßmann kritisiert Religions-Berichterstattung

Die ehemalige Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche, Margot Käßmann, fordert die Medien auf, intensiver über Religion zu berichten. "Es ist eine Verachtung der Realität, dass in den Medien solche Themen so wenig vorkommen. Ich finde diesen Traditionsverlust wirklich traurig", sagte sie dem Spiegel.

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Käßmann sieht ein Ungleichgewicht zwischen der Religions- und der Sport-Berichterstattung, obwohl viel mehr Menschen regelmäßig in die Kirche als zum Fußball gingen. In einer Vorabmeldung auf seiner Website zitiert der Spiegel die Landesbischöfin wie folgt: "50 Millionen Menschen in Deutschland sind Mitglieder einer Kirche. Fünf Millionen gehen regelmäßig am Sonntag in einen Gottesdienst, nur 700.000 besuchen am Wochenende ein Fußballstadion. Über Fußball aber wird ständig berichtet."
Der früheren EKD-Vorsitzenden ist aber auch klar, dass das Interesse der Medien stark von Einschaltquoten abhängt. Das "Wort zum Sonntag" schalten knapp zwei Millionen Fernsehzuschauer ein, am Fußball-Samstag sitzen aber durchschnittlich zwischen fünf und sechs Millionen Menschen vor den Geräten.
Das komplette Interview mit Margot Käßmann erscheint am Montag, 1. November, im Spiegel.

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