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Die Marktanteile der Online-News-Branche

Mit einer neuen Analyseform will MEEDIA ab sofort monatlich zeigen, wie sich die Machtverhältnisse in der Online-Nachrichten-Branche entwickeln. Unabhängig von saisonalen Schwankungen und der allgemeinen Aufwärts-Tendenz des Marktes zeigen die von MEEDIA berechneten Marktanteile die tatsächlichen Gewinner und Verlierer. Ergebnis der ersten Analyse: Die großen Verlierer der vergangenen 12 Monate heißen Spiegel Online, Focus Online und Handelsblatt.com, der große Gewinner Bild.de.

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Und so funktionieren die neuen von MEEDIA berechneten Marktanteile der News-Branche: In die Wertung kommen alle von der IVW ausgewiesenen Websites, die von uns in die Kategorie Nachrichten eingeordnet wurden. Angebote also, die nicht monothematisch, sondern allgemein über Neues aus Politik, Wirtschaft, Kultur uns Sport berichten – egal, ob international oder regional. Derzeit sind das 204 Websites. Diese 204 Angebote kamen im September laut IVW auf 606,25 Mio. Visits. Aus dieser Gesamtzahl wird nun der jeweilige Marktanteil der Angebote errechnet. So erreichte Bild.de als Marktführer mit seinen 146,87 Mio. Visits beispielsweise einen Marktanteil von 24,23%.

Der große Vorteil der neuen Marktanteile: Sie zeigen eindeutiger als die absoluten Visits-Zahlen, wer zu den Gewinnern oder Verlierern der Branche gehört. Denn: Saisonale Schwankungen und der allgemeine Aufwärtstrend der Visits spielen keine Rolle, da sich der einzelne Marktanteil in jedem Monat an der Gesamt-Visits-Zahl der Branche orientiert. Ein Beispiel: Spiegel Online verfügte im September 2009 über 113,06 Mio. Visits, ein Jahr später über 122,68 Mio. Ein auf den ersten Blick erfreulicher Trend. Aber: Im Vergleich zum Rest der Branche ist dieses Plus deutlich unterdurchschnittlich. Weil die Konkurrenz nämlich deutlich stärker zulegen konnte, sank der Spiegel-Online-Marktanteil in den 12 Monaten von 22,46% auf 20,24%.

Spiegel Online ist damit der eindeutig stärkste Verlierer der Branche. Doch auch 13 weitere der aktuellen Top-25-News-Websites büßten Marktanteilspunkte ein. Besonders stark verloren neben Spiegel Online auch Focus Online (-0,55), Handelsblatt.com (-0,40) und manager magazin online (-0,36). Größter Gewinner auf den ersten 25 Plätzen ist ganz klar Bild.de. Springers großes Boulevard-Angebot legte von 21,22% auf 24,23% um mehr als 3 Marktanteilspunkte zu. Deutlich gewonnen haben in den vergangenen zwölf Monaten zudem Zeit online (+0,39) und Welt Online (+0,35).

Interessanterweise gibt es auf den Plätzen 26 bis 50 unseres Rankings nur acht Verlierer, dafür aber 17 Gewinner. Ein klares Indiz dafür, dass die kleineren Websites, insbesondere die der Regionalzeitungen deutlich populärer werden. Besonders klar zulegen konnte die B.Z. mit einem Plus von 0,11 auf 0,41%, sowie Volksfreund.de mit einem Zuwachs von 0,14 Punkten. Dort kam das Plus aber vor allem durch ein Wachstum beim User-Generated Content zustande, nicht durch die redaktionellen Inhalte. Jeweils 0,08 Zähler gewannen die Hessische/Niedersächsische Allgemeine aus Kassel und das Oberbayerische Volksblatt aus Rosenheim hinzu. Zu den Verlierern gehören in der zweiten Hälfte unserer Tabelle vor allem Nordbayern.de (-0,13) und die Rhein-Zeitung (-0,08).

Künftig werden wir Sie monatlich direkt nach der Veröffentlichung der neuesten IVW-Zahlen über die Entwicklung bei den Marktanteilen informieren.

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