„Tatort Internet“: Vermisster Pädagoge wieder aufgetaucht

Doch kein Selbstmord: Seit vergangenem Freitag wurde ein Würzburger Kinderdorfleiter vermisst, nachdem er von der umstrittenen RTL-II-Sendung "Tatort Internet" als mutmaßlicher Pädophiler enttarnt und daraufhin vom Caritasverband entlassen wurde. Nun ist der Pädagoge wieder aufgetaucht, berichtet Sueddeutsche.de. Es wurde bereits spekuliert, dass die Show den 61-Jährigen in den Selbstmord getrieben haben könnte.

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In "Tatort Internet" war der Mann mit versteckter Kamera dabei gefilmt worden, wie er sich nach einem Chat-Kontakt einem erst 13-Jährigen Mädchen traf. Obwohl RTL II bei seiner Kinderschänderjagd, die Gesichter unkenntlich macht, konnte er identifiziert werden. Daraufhin entließ die Würzburger Caritas den Kinderdorfleiter. Seitdem war er verschwunden.
Medien und Kritiker der Sendung mutmaßten bereits, dass "Tatort Internet" den 61-Jährigen in den Selbstmord getrieben haben könnte. Nicht ganz unberechtigt: Das US-Vorbild "Catch a Predator" fand 2006 seinen grausamen Höhepunkt im Freitod einer der Verdächtigten.
In der deutschen Ermittlungsshow kam es so weit nun glücklicherweise doch noch nicht. Laut der Kriminalpolizei Würzburg ist der aktuelle Aufenthaltsort des Mannes nun bekannt. Nähere Informationen über den Verbleib des Caritas-Mitarbeiters in den vergangenen Tagen wurden nicht bekannt gegeben. "Wir sind erleichtert und werden jetzt erst einmal durchschnaufen", erklärte der Clemens Bieber, Chef der Würzburger Caritas, gegenüber dem Internet-Portal.

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