Aufschwung bei den Fachzeitschriften

Durchatmen in der Branche der Fachzeitschriften. Fast alle Titel profitieren vom Aufschwung im Werbemarkt, konnten ihre Brutto-Umsätze im Vergleich zur Halbjahresbilanz deutlich verbessern. Laut der neuesten Zahlen der Vertriebsunion Meynen liegen die ausgewerteten etwa 450 Titel nun sogar leicht über den Zahlen der ersten drei Quartale des Vorjahres. Nach dem ersten Halbjahr hatte die Statistik noch ein Minus von 5 % ausgewiesen. Immerhin 13 der Top-20-Magazine gewannen gegenüber 2009 hinzu.

Anzeige

Zwar beträgt das Plus der Gesamt-Branche laut der Zahlen der Vertriebsunion Meynen nach drei Quartalen nur 0,05%, doch im Vergleich zu den fetten roten Zahlen der vergangenen Quartale ist das ein deutlicher Fortschritt. Setzten nach dem ersten Halbjahr 2010 nur fünf der 20 Top-Titel mehr Geld mit Werbung um als 2009 sind es nun wie angedeutet schon 13. Und: 19 der 20 umsatzstärksten Magazine verbesserten sich gegenüber der Halbjahres-Bilanz. Einzig die Elektronikpraxis verschlechterte sich noch ein Stück.

An der Spitze des Umsatz-Rankings bleibt wie gehabt die Wirtschaftswoche, die manche wohl eher als Publikums-, denn als Fachzeitschrift werten würden. Sie gewann kräftige 17,0% gegenüber den ersten neun Monaten 2009 hinzu, in der Halbjahresbilanz betrug das Plus noch 5,1%. Stärkste reine Fachzeitschrift ist die Lebensmittel Zeitung auf Platz 2 – sie kletterte nach einem Minus von 4,0% in der Halbjahresbilanz nun auf ein Plus von 1,9%.

Ebenfalls aus den roten in die schwarzen Vergleichszahlen gewechselt sind Capital, das manager magazin, die VDI nachrichten, w&v, die Deutsche Logistik-Zeitung, die Lebensmittel Praxis, der kfz-Betrieb und das Autohaus. Am deutlichsten gegenüber dem Vorjahr zulegen konnten die Neue Juristische Wochenschrift (+23,9%), die Wirtschaftswoche (+17,0%), die VerkehrsRundschau (+12,9%) und w&v (+11,9%).

Auch der Blick auf die einzelnen Segmente der Fachzeitschriftenbranche sieht nun deutlich positiver aus als zuletzt. Lagen nach dem ersten Halbjahr nur zwei Segmente über den Zahlen des Vorjahres, sind es nun immerhin schon fünf. Besonders die Wirtschaftspresse verbesserte sich von -1,6% auf +8,7%, aber auch der Lebensmittelmarkt, die Gebäudetechnik und die Architektur wechselten von rot auf schwarz.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige