Was uns bei der Apple-Keynote erwartet

Steve Jobs hat zur Keynote geladen: Heute Abend gegen 20 Uhr deutscher Zeit wird Apple unter dem ominösen Titel “Back to the Mac” neue Produkte vorstellen. Ein Anspielung auf die neu erschienene “Back to the Future”-Reihe mit Michael J. Fox? Die Tech-Szene hat die möglichen Neuvorstellungen schon eingekreist. Das Betriebssystem Mac OSX soll ein Update bekommen, das Macbook Air wird schneller und noch dünner und die Programmsuiten iLife und iWork bekommen neue Features. Alle Gerüchte im Detail.

Anzeige

"Back to the Mac". Ein sehr ungewöhnlicher Titel für eine Apple-Veranstaltung. Auf der Einladung war ein Löwenkopf zu sehen, der sich hinter dem Firmenlogo versteckt. Da das Mac-Betriebssystem  mit jeder neuen Version auch einen neuen Namen bekommt, liegt der Verdacht nahe, dass ein Update von OSX kurz bevorsteht. Der Löwenkopf könnte ein Hinweis auf den Namen sein: Lion. Die aktuelle Version heißt "Snow Leopard". Schon seit Monaten machen Gerüchte die Runde (wir berichteten), dass Apple seine Betriebssysteme OSX und iOS verschmelzen will. User sollen das von iPhone, iPod touch und iPad erlernte Multitouch auf auf dem Desktop nutzen können.

Mac OSX 10.7 Lion
Das Fanblog Patently‘> hat vor einiger Zeit einen neuen Patentantrag veröffentlicht, demzufolge Apple möglicherweise seinem iMac eine Touch-Oberfläche verpassen will. Zukünftig könnten Apple-Rechner dann sowohl über eine klassische Steuerung mit Maus und Tastatur, als auch via Multitouch bedient werden. Die dem Antrag beigefügten Skizzen zeigen den Betrieb zweier unterschiedlicher Benutzeroberflächen. Eine High-End-Version für die Bedienung mit Tastatur und Co. sowie eine Low-End-Oberfläche für die Bedienung mit den Fingern. Aktuell würde das bedeuten: Mac OSX und iOS 4. Welche Features das Update mit sich bringt, weiß niemand.

Fest steht aber, dass es nicht sofort verfügbar sein wird. Apple gibt den Programmierern immer einige Monate Zeit, um ihre Software an die neuen Spezifikationen anzupassen. Der vorraussichtliche Launchtermin könnte also um die Weihnachtszeit herum liegen.

Macbook Air
Äußerst hartnäckig halten sich auch die Gerüchte um ein Update des mittlerweile veralteteten Macbook Airs. Die Tech-Seite AppleInsider berichtete Ende September
, dass die Produktion eines neun 11,6 Zoll großen Macbook Airs in Taiwan bereits angelaufen sei. MacTechNews‘>: "Sowohl das MacBook Air 11,6" als auch das MacBook Air 13,3" setzen auf Unibody-Fertigungsweise und Apples schon in anderen Notebooks genutztes Trackpad."

Zur Grafikbeschleunigung setze Apple auf eine Nvidia GeForece 320M, die Prozessoren arbeiten mit 2,1 bzw. 2,4 GHz, wie‘>. iFun legt die Fakten offen auf den Tisch: "2 Modelle: 13" Bildschirm (ab 1100 Dollar) und 11,6" ab 999 Dollar,  50% mehr Akkuleistung, 2 USB-Anschlüsse, SD-Kartenfach, Mini-Display-Port, NVidia GeForce 320M Grafik." Mac Life rundet ab: "Die SSD-Karte ist über SATA angeschlossen, laut AppleInsider soll das Gehäuse ohne Display nur etwas höher als ein USB-Anschluss sein." Engadget‘>, dass die Aluminiumflunder über zwei USB-Anschlüsse verfügt. Worin sich alle einig sind: Das Ding wird flacher als flach sein.

iLife & iWork
Als ziemlich sicher gilt ein Update der iLife-Programmsuite. Übereifrige Foren-Administratoren haben offenbar schon Support-Threads für die einzelnen Programme eingerichtet
. Zu iLife gehören die Multimedia-Applikationen iPhoto, GarageBand und iMovie. Das iWork-Paket besteht aus der Textverarbeitung „Pages“, der Tabellenkalkulation „Numbers“ und dem Präsenations-Programm „Keynote“. Konkurrenzprodukte wie das kostenlose OpenOffice legten in diesem Bereich stetig nach, während Apple auf sich warten ließ.

Für deutsche User unbedeutend, für amerikanische umso wichtiger: Apple-Boss Steve Jobs könnte heute Abend noch das von vielen lang ersehnte iPhone für Verizon-Kunden vorstellen. Angeblich befindet es sich in der letzten Testphase, wie‘>. Bisher gibt es das iPhone in den USA nur in Verbindung mit einem Mobilfunkvertrag beim Netzbetreiber AT&T.

Mini-iPad
Wir können nicht sicher sagen, was Steve Jobs heute Abend vorstellen wird. Doch mit an absolute Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird ein sieben Zoll großes iPad nicht dazu gehören. In den vergangenen Wochen wurde munter spekuliert, dass es nur die logische Reaktion auf die kleineren Tablets der Konkurrenz sei. Zuletzt behauptete US-Blogger Jim Dalrymple, dass der Entwurf zum Mini-iPad schon längst in den Schubladen der Entwickler liege (wir berichteten
). Der Apple-Chef höchstselbst setzte den Gerüchten in einer Telefonkonferenz (wir berichteten) ein Ende. Es werde keine Sieben-Zoll-Variante geben, so Jobs.

Was Apple tatsächlich vorstellt, erfahren Sie heute Abend spätestens gegen 20 Uhr. Ob der Konzern aus Cupertino einen Video-Livestream bereitstellt, ist noch unklar. Wir werden an dieser Stelle über das Event berichten.

Update (16.30 Uhr): Apple wird das Event live streamen.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige