Satire-Attacke auf „Tatort Internet“

Wegen "Tatort Internet" muss Stefanie zu Guttenberg viel Kritik einstecken. Kein Rüffel war jedoch so lustig, wie der der vergangenen "heute Show". Oliver Welke und sein Aggro-Kommentator Gernot Hassknecht nehmen sich RTL II und die Minister-Gattin so richtig zur Brust. "Die Ziele sind nobel", sagt Welke. Doch: "Wenn ich ein ernstes Anliegen habe, dann renn ich doch nicht zum Bumssender vom Dienst". Seine Vorschläge für neue TV-Formate: "Sex and the Gutti", "Ein Fall für Stefanie" oder "Freifrauen Tausch".

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Die Satire hat "Tatort Internet" für sich entdeckt. Die ZDF-Comedians der "heute Show" haben sich Stephanie zu Guttenberg als Opfer auserkoren. In bester Jon Stewart-Manier kriegt sich Welke kaum noch ein. Besonders komisch findet der ZDF-Satiriker den Umstand, dass sich die Freifrau gerade RTL II als TV-Partner für ihr ernstes Anliegen ausgesucht hat. Als Beweis für die These, was für ein grandioser Fehlgriff der Münchner Sender gewesen sei, zeigt Welke einen mit viel Sex aufgeladenen RTL II-Trailer mit dem schlechten Wortspiel-Slogan: "Bist Du bereit für die wahren Spielfilm-Höhepunkte?". Dann kommt noch der Claim "RTL II. It`s fun." Welkes kurze Antwort: "No: It`s Schrott."
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Weiterere Belege findet der Comedian in Ausschnitten der RTL2-Vorabendserie "X-Diaries". In einem kurzen Clip wird eine der Darstellerinnen in Bikini mit dem Satz zitiert: "Monogamie ist so 2009. Solange man jung ist, sollte man sich austoben." Tatsächlich toben sich gerade die Medienwächter an der Dokunovela aus. Die könnte wegen eventueller Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz aus dem Programm genommen werden.

Nach dem Welke sich RTL II so schön zurecht gelegt hatte, gibt Gernot Hassknecht als Parodie eines FAZ-Medienkritiker der Freifrau und "Tatort Internet" in einer seiner fast schon legendären Hasspredigten den Rest.

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