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Facebook mit neuen Sicherheitslücken

Da hilft auch der große Kino-Erfolg von “The Social Network” nicht: Facebook sieht sich wieder mit neuen Vorwürfen konfrontiert. Das Wall Street Journal hat herausgefunden, dass Betreiber beliebter Apps wie Farmville und Co. ungefragt Userdaten an Drittunternehmen weitergegeben haben, die sie wiederum an Werbefirmen weitergeleitet haben. Die FAZ entdeckte außerdem eine Datenlücke, die es Usern erlaubt, Mail-Kontakte fremder Personen abzugreifen. Wir erklären Ihnen, was Sie dagegen tun können.

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“Facebook? Nee, is’  mir zu unsicher.” Diesen Satz darf sich jeder anhören, der versucht, auch noch seinen letzten Freund in “das” Social Network zu locken. Schuld daran waren in den vergangenen Wochen und Monaten Meldungen von neuen Datenlecks, unschönen Nachbesserungen in den AGBs. Pünktlich zum Film versprach das Unternehmen mehr Privatsphäre. Kaum zwei Wochen später heißt es wieder: Unsere Daten sind nicht sicher.

Sensible Daten machen die Runde
Wie das Wall Street Journal berichtet, haben die Betreiber beliebter Apps, darunter auch die des Browserspiels Farmville, ungefragt senbsible Daten an Dritte weitergegeben. Dem Bericht zufolge hatten rund 25 Unternehmen Zugriff auf Nutzernamen und in einigen Fällen auch auf die Namen von Freunden der Mitglieder. Mehrere zehn Millionen User seien von dem Problem betroffen. Zu den Firmen soll laut WSJ auch das Start-up Rapleaf gehören.

Das Unternehmen hat sich auf das “Zusammenstellen und Verkaufen von Profilen basierend auf ihrer Online-Nutzung” spezialisiert. Rapleaf betreibt, ähnlich wie 123people.de‚>Yasni.de, eine Personen-Suchmaschine, die anhand der Mail-Adresse Alter und Namen von Personen ermitteln kann. Wie das WSJ berichtet, habe Rapleaf die von Facebook erhaltenen Daten mit bereits bestehenden Datenbankeinträgen abgeglichen und die gebündelten Informationen an Werbefirmen, darunter auch Googles Invite Media, weitergegeben.

Eine direkte Stellungnahme zur Sache gab es weder von Facebook noch von Rapleaf. Ein Facebook-Sprecher sagte dem WSJ jedoch, man werde die Weitergabe von Informationen an Firmen wie Rapleaf "drastisch einschränken."

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung machte in ihrer Sonntagsausgabe auf ein weiteres Datenleck aufmerksam, das das Ausspähen persönlicher Kontakte von Personen ermöglicht. Angeblich genüge es, im Besitz der Mail-Adresse dieser Person zu sein. Dafür bräuchte es nur ein neues Benuterzkonto und die Mail-Adresse des Opfers. Obwohl die betreffende Person eine Mail zur Bestätigung der Adresse bekommt, kann jeder sofort auf das Profil zugreifen. Wer schon einmal ein Profil eingerichtet hat, weiß auch, dass Facebook sofort Kontakte vorschlägt, die man sehr wahrscheinlich kennen könnte.

Wie Sie sich vor kritischen Apps schützen
Falls Sie nicht wissen, ob Sie eine kritische App heruntergeladen haben oder sich einfach einen Überblick verschaffen wollen, welche Programme Zugriff auf Ihr Profil haben, können Sie das in den Privatsphäre-Einstellungen nachlesen. Unter dem Register “Anwendungen, Spiele und Webseiten”. Im Folgenden können Sie im Feld “Anwendungen, die Du bereits verwendest” alle Plattform-Anwendungen, kurz “Apps”, deaktivieren. ‚>
Wenn Sie einmal einer Applikation Zugriff auf Ihre Daten gewährt haben und das rückgängig machen wollen, können Sie das in den Anwendungseinstellungen erledigen. Allerdings werden standardmäßig nur die zuletzt verwendeten Applikationen aufgelistet. Wählen Sie deswegen den Filter "Autorisiert" oder klicken Sie hier
. Sie werden schnell merken, dass sich einige "Datenkraken" angesammelt haben.

Deaktivieren Sie außerdem die personalisierte Werbung: Um Werbung glaubhafter erscheinen zu lassen, bietet Facebook ein Feature unter "Anzeigen", das sichtbar macht, wer Ihrer Freunde auch ein Fan dieses Produkts ist. Wenn Sie der Meinung sind, dass es niemanden etwas angeht, ob Sie ein Produkt gut finden, deaktivieren‘>.

Wie Sie sich vor einem Mail-Angriff schützen
In unserem Tutorial “Unerkannt in Facebook” haben wir schon darauf hingewiesen: Verwenden Sie für Facebook eine Mail-Adresse, über die Sie nicht all Ihre Korrespondenzen laufen lassen. Das kann niemanden davon abhalten, sich mit einer Ihrer anderen Mail-Adressen Zugriff auf Ihre Kontakte zu verschaffen, schränkt das Risiko jedoch etwas ein. Diese Mail-Adresse sollten Sie niemandem mitteilen. Der Grund ist einleuchtend: Wenn Sie niemandem über diese Adresse eine Mail schreiben, kann Sie auch niemand über Facebooks Friendfinder aufstöbern. Zum anderen haben so auch Apps von Dritten keine Chance, sensible Daten von Ihnen abzugreifen.

Weitere Tipps für den Umgang mit Facebook:

Der‘>

Wie Sie in Facebook unerkannt bleiben

Zwölf‘>

Im Test: Was taugt Facebook Places?

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