„Ein Akt legalisierter Körperverletzung“

Vitali Klitschko hat am Wochenende seinen Box-Weltmeistertitel beeindruckend verteidigt. Seinen Gegner, der nach dem Kampf auf die Intensivstation musste, verprügelte er fast ohne Gegenwehr. Das Presseecho lautet trotzdem: "Vitali, hör auf!" (Welt). Spiegel Online kommentiert: "Klitschkos Auftritt glich immer mehr einem Schlagkrafttraining am lebenden Objekt." Und FR-Online beschreibt den Kampf als "Akt legalisierter Körperverletzung, den 14.500 Zuschauer in der ausverkauften Halle bejubelten."

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Bild.de: "Herausforderer Briggs hat 715 000 Euro Börse kassiert. Dafür musste er aber auch einen hohen Preis zahlen."
Spiegel Online: "Klitschkos Auftritt glich immer mehr einem Schlagkrafttraining am lebenden Objekt. Er schlug und schlug, mit rechts, mit links, gerade, aufwärts, seitwärts. Briggs fiel nicht. Man konnte fast glauben, er sei mit unsichtbaren Fäden an der Decke befestigt worden. Wie ein Sandsack eben."
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Seite 25: "Niemand hatte Mitleid mit Shannon Briggs während des Kampfes. Noch nicht einmal die eigene Ecke. Die Betreuer des Herausforderers schickten ihren Mann immer wieder in die Ringmitte, obwohl ihn dort nichts als die vernichtenden Schläge des Schwergewichts-Weltmeisters des Boxverbandes WBC erwarteten."
Welt.de: "Wäre man sein guter Freund, sollte man den Champion bei einem Glas Wein mal dazu bringen, über das Ende seiner Karriere nachzudenken. Es wäre zwar eine Entscheidung gegen den Strom der entzückten Fans, gegen die in Aussicht stehenden finanziellen Verlockungen. Doch was soll noch kommen für den 39-jährigen Familienvater? Weitere Siege als Boxprofi, die Nummern 42, 43 und 44? Noch mehr Reichtum?"
FR-Online: "Zwölf Runden lang hatte Kltschko auf den Mann aus Brooklyn eingeprügelt, ohne ihn K.o. schlagen zu können. Ein Akt legalisierter Körperverletzung, den 14500 Zuschauer in der ausverkauften Halle bejubelten und der dem Sender RTL mit bis zu 14,08 Millionen Zuschauern eine Rekordquote und einen Marktteil von 66,9 Prozent bescherte."
Focus Online: "Briggs hat sein Soll erfüllt. Um den Kartenverkauf anzutreiben, präsentierte er sich vorab als irrer Boxer, spuckte, schrie und schimpfte, und riss sich die Kleider vom Leib. Nach dem Kampf transformierte der bestens zu vermarktende Verlierer wie erwartet zum fairen Sportsmann, lobte Klitschko gar als den besten Boxer, gegen den er jemals angetreten sei. Und Briggs war in seinen besten Zeiten mit George Foreman und Lennox Lewis im Geviert."
Tagesspiegel.de: "Interessanterweise sind die Einschaltquoten von Runde zu Runde gestiegen, bis sie in Runde zwölf ihren Höchststand erreichten. Alle wollten sehen, wie Briggs in sich zusammensackt und nicht mehr aufstehen kann, so wie es ihm dann nach dem Kampf bei der Dopingprobe passierte. Hätte der Ringrichter den Kampf nach neun Runden abgebrochen, als Klitschkos Sieg bereits absehbar war, dann hätten die Zuschauer in der Halle sich wohl mit einem Pfeifkonzert bedankt."
RP-Online: "Irgendwann in dieser Nacht wird Vitali Klitschko, 39 Jahre, mehrfacher Millionär, gefragt, warum er das alles eigentlich noch macht. Er zögert einen kurzen Augenblick, dann lächelt er und sagt: ‚Ist einfach eine tolle Sache. Ich boxe gerne.’"
The Sun: "Der britische Ringrichter Ian John-Lewis steht in der Kritik, nachdem Shannon Briggs in einem Hamburger Krankenhaus gelandet ist."

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