Axel Springer stoppt russische Newsweek

Axel Springer nimmt seine russische Lizenzausgabe des US-Magazins Newsweek mit sofortiger Wirkung aus dem Handel. Wie das Medienhaus am Montag mitteilte, seien "wirtschaftliche Gründe" ausschlaggebend für die Entscheidung gewesen. Der Lizenzvertrag mit der Muttergesellschaft Newsweek INC. war 2004 geschlossen worden. Die heute erscheinende Ausgabe ist die letzte. Chefredakteur Mikhail Fishman, 37, soll künftig als Korrespondent für die Welt-Gruppe aus Osteuropa berichten.

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Im Portfolio bei Axel Springer Russia erscheinen das Wirtschaftsmagazin Forbes, die russische Ausgabe von Computer Bild, das People-Magazin OK! sowie die im April 2010 erworbenen G+J-Lizenzausgaben Geo, Gala Biografia, Geo Traveller und Geolenok.

Ralph Büchi, President Axel Springer International, erklärte dazu: „Wir sind stolz, mit Newsweek sechs Jahre lang ein viel beachtetes, preisgekröntes und anspruchsvolles journalistisches Angebot gemacht zu haben. Leider ist es uns nicht gelungen, den Titel dauerhaft auf eine solide wirtschaftliche Basis zu stellen und ihm eine entsprechende Perspektive zu geben. Vor diesem Hintergrund mussten wir uns leider entschließen, den auslaufenden Lizenzvertrag nicht zu verlängern."
Büchi schloss trotz der Titeleinstellung künftige Investitionen in Russland nicht aus: "Wir werden unsere Chancen für eine Weiterentwicklung und Akquisitionen auch in Zukunft nutzen."

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