Twitterer melden Rundfunkangebot an

Ein Satz von Horst Seehofer und sein Folgen: Bei seiner Eröffnungsrede zu den Medientagen sagte der bayerische Ministerpräsident, dass "Internet Rundfunk" ist. Das fand Blogger Michael Praetorius und seine Freunde von der Isarrunde lustig, denn wenn man in Deutschland mit seinem Rundfunkangebot mehr als 500 Hörer erreicht, braucht man eine Lizenz. Der logische Schluss: Ein Twitter-Stream mit über 500 Followern gehört angemeldet. Genau das machten die Blogger dann auch.

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Ein Satz von Horst Seehofer und sein Folgen: Bei seiner Eröffnungsrede zu den Medientagen sagte der bayerische Ministerpräsident, dass "Internet Rundfunk" ist. Das fand Blogger Michael Praetorius und seine Freunde von der Isarunde lustig, denn wenn man in Deutschland mit seinem Rundfunkangebot mehr als 500 Hörer erreicht, braucht man eine Lizenz. Der logische Schluss: Ein Twitter-Stream mit über 500 Followern gehört angemeldet. Genau das machten die Blogger dann auch.
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Die Aktion ist die Folge einer Podiumsdiskussion auf der Praetorius bereits mit Martin Gebrande, dem Geschäftsführer der bayerischen Landeszentrale für neue Medien, über die Frage stritt. Mit dem Antrag, den der Blogger Gebrande persönlich und von einer Videokamera gefilmt übergab, sind die Medienwächter nun gezwungen sich mit dem Fall zu beschäftigen.

Auf dem Video ist Praetorius die kindliche Freude direkt anzusehen, wie er mit seiner juristischen Spitzfindigkeit den Medienwächter auf die Nerven fällt.

Die Folge der Prüfung könnte teuer werden für die Münchener Blogger. "Sollte die BLM dies bestätigen, kommen auf uns bis zu 5.000 Euro Kosten zu. Zudem wäre die Entscheidung auch auf viele andere Twitter-Accounts mit vergleichbarer Wirkung anwendbar", bloggt die Isarunde.

Die Isarrunde ist eine Video-Gesprächsrunde von fünf Medienschaffenden, die "über den Einfluss digitaler Entwicklungen auf unser tägliches Leben diskutieren". Mit dabei sind neben dem Publizisten Praetorius unter anderem auch noch Benedikt "Dr. Social Media" Köhler und der Yigg-Chef Michael Reuter.

Ganz ernsthaft erklären die Münchner ihr Handeln: "Ziel unserer Anzeige des Twitterkanals als Rundfunkangebot im Internet ist, eine Rechtssicherheit zu erreichen." Weiter heißt es: "Wir möchten von der Politik und der Landesmedienanstalt geklärt wissen, ob Dienste im Echtzeitweb als künftige Rundfunkangebote zu sehen sind. Aus dieser Entscheidung könnten sich entweder neue verantwortungsvolle Aufgaben für die Landesmedienanstalten oder eine veränderte Daseinsberechtigung ergeben."

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