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Promi-Blogger Perez Hilton will brav werden

Der bekannte US-Promi-Blogger Perez Hilton hat in einem YouTube-Video und in der Talkshow von Ellen DeGeneres versprochen, künftig auf Häme und Beleidigungen in seinem Blog zu verzichten. Hilton wurde dadurch bekannt, dass er Promis mit gnadenloser Häme verfolgte und auf Fotos verunstaltete. Grund für den Geisteswandel des Bloggers ist eine Reihe von Selbstmorden von Teenagern in den USA, nachdem diese Opfer von Online-Mobbing wurden.

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Perez Hilton, der mit bürgerlichem Namen Mario Armando Lavandeira Jr. heißt, sagte in seiner emotionalen Video-Botschaft bei YouTube, dass er keinen Beitrag zu Cyber-Bullying leisten möchte. Er wolle nicht Teil des Problems sein, sondern Teil einer Lösung. Mit Cyber-Bullying bezeichnet man im Englischen, wenn Menschen online gemobbt oder bloßgestellt werden.

Im vergangenen Monat hat sich ein junger Homosexueller in den USA von einer Brücke in den Tod gestürzt, nachdem ein Sextreffen mit einem anderen Mann ohne sein Wissen online veröffentlicht wurde. Es gab in den USA bereits eine ganze Reihe von Selbstmorden nach so genanntem Cyber-Mobbing. Perez Hilton, sagte, dass man ihm in der Vergangenheit zu Recht vorgeworfen habe, selbst auch ein Mobber zu sein und eine Atmosphäre der Häme und Hetzjagd zu schüren.

Er habe darüber lange nachgedacht und sei zum Schluss gekommen, dass er erwachsener werden möchte und ab sofort keine Leute mehr beleidigt oder bloßstellt. Er sei sich bewusst, dass dies dazu führen könne, dass seine Website weniger besucht wird, aber dies sei ihm egal, so Perez Hilton. Laut dem US-Marktforschungsunternehmen Comscore besuchen jeden Monat rund 2,6 Millionen Unique Visitors seine Website. Für ein Ein-Mann-Weblog ist das eine sehr große Zahl. Durch sein Blog wurde Perez Hilton selbst in der Promi-Welt bekannt und hat zahlreiche Auftritte auch in TV-Shows. Seit kurzem setzt er sich auch in Artikeln seinem Weblog ausführlich mit dem Thema Cyber-Mobbing auseinander. Bekannt wurde er u.a. auch dafür, Fotos von Promis u.a. mit aufgemalten Penissen oder Kokainspuren zu verunstalten. Auch damit dürfte jetzt wohl Schluss sein.

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