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Bauer weist Spekulationen über Artus-Kündigung zurück

Die Bauer Media Group und die Yvonne Bauer Redaktions KG teilten am Freitag in einer Erklärung mit, man verwahre sich "ausdrücklich gegen die zum Teil wahrheitswidrige Berichterstattung über die beabsichtigte Kündigung einer Mitarbeiterin". Das Medienhaus hatte seiner langjährigen Konzernbetriebsratsvorsitzenden Kersten Artus, 46, fristlos gekündigt und dies mit Verstößen gegen die Abmeldepflicht begründet.

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Zu Berichten über die Hintergründe der Kündigung hieß es: "Es wird zu Unrecht unterstellt, dass die Bauer Programm GmbH beabsichtigt, eine Mitarbeiterin wegen betriebsrätlicher und / oder gewerkschaftlicher und / oder politischer
Parteizugehörigkeit und / oder politischer Mandatsausübung zu kündigen. Es geht einzig und allein um eine individualarbeitsrechtliche Auseinandersetzung, da eine Mitarbeiterin gesetzliche und arbeitsvertragliche Pflichten wiederholt verletzt hat."

Das gewerkschaftliche, betriebsrätliche und politische Engagement der Mitarbeiterin hätten bei dem Entschluss keine Rolle gespielt, die Zustimmung zu der geplanten fristlosen Kündigung beim Betriebsrat und beim Arbeitsgericht zu beantragen. Artus engagierte sich für die Deutsche Kommunistische Partei (DKP), die PDS und ist seit 2007 Mitglied der Linken. Das Verhältnis der Arbeitnehmervertreterin zum Management gilt seit langem als überaus gespannt. In einem Spiegel-Interview hatte Verleger Heinz Bauer vor der Übergabe der operativen Verantwortung an seine Tochter Yvonne auf Nachfrage eingeräumt, dass er mit Artus über 25 Jahre kein Gespräch geführt habe und dies damit begründet, er wisse auch nicht, worüber er mit ihr reden solle.

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Alle Kommentare

  1. 25 Jahre nicht mit einer Person sprechen – das kann ich mir für mich überhaupt nicht vorstellen, besonders nicht in einer Redaktion oder zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat. Wie soll da eine gedeiliche Zusammenarbeit aufkommen? Sollte wohl auch nicht. Sowas nenne ich frühkapitalistisch. 😠

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