Anzeige

Schwellenländer führen Online-Revolution an

Eine Studie von TNS belegt den globalen Trend von traditionellen hin zu Online-Medien. Anhand von 50.000 Befragungen in 46 Ländern sieht die Studie das Internet bereits an der Spitze: 61 Prozent der "Onliner" nutzen täglich das Netz, 54 Prozent TV, 36 Prozent Radio und 32 Prozent gedruckte Medien. Überraschung: Als Vorreiter der digitalen Revolution nennt TNS China den mittleren Osten.

Anzeige

TNS, das in Deutschland die Tochterfirmen Infratest und Emnid betreibt, bewirbt die Studie als "größtes Forschungsprojekt zum Online-Verhalten aller Zeiten", repräsentativ abgedeckt seien 90 Prozent aller Internet-Nutzer.
Das wichtigste Ergebnis: Aufstrebende Länder ("rapid growth", also Schwellenländer oder "Zweite Welt") haben bei den Online-Aktivitäten etablierte Wirtschaftsmächte überholt. So sei die Intensität digitaler Vernetzung in Ägypten und China viel höher als in Japan, Dänemark oder Finnland. James Fergusson, bei TNS für "rapid growth and emerging markets" zuständig, erklärt das Phänomen: "Das Internet hat kulturelle, soziale und politische Barrieren reduziert." Deshalb sei etwa in Asien die Umwälzung weitaus bedeutender.
Ein Beispiel: 88 Prozent der chinesischen und 51 Prozent der brasilianischen Onliner hätten schon Blog- oder Forumseinträge verfasst, aber nur 32 Prozent der US-Amerikaner. Auch in sozialen Netzwerken seien die Bewohner von Schwellenländern aktiver, dort werden pro Woche 5,2 Stunden im Schnitt auf Seiten wie Facebook oder LinkeIn verbracht.
Ein eher skurriles Detail: Die meisten Online-"Freunde" haben Einwohner von Malaysia mit Internetzugang, nämlich 233 im Schnitt; dicht gefolgt von Brasilianern mit 231. Am unteren Ende findet sich der durchschnittliche Japaner mit nur 29 Freunden.

Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige