Neustart für Web-2.0-Sternchen Mister Wong

Ein ehemaliger Web-2.0-Star versucht sich neu zu erfinden: Mister Wong wandelt sich von einem Social-Bookmarking-Dienst zur "ersten freien Bibliothek digitaler Dokumente". Heißt: Statt Lesezeichen zu sammeln und zu tauschen, können die Nutzer jetzt auch Texte, Bilder und Präsentationen hochladen und so einer breiten Web-Nutzerschaft zugänglich machen. Auf den Relaunch von Mister Wong wurde schon länger gewartet, denn seit Monaten kämpft die Plattform mit schwindenden Besucherzahlen.

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Ein ehemaliger Web-2.0-Star versucht sich neu zu erfinden: Mister Wong wandelt sich von einem Social-Bookmarking-Dienst zur "ersten freien Bibliothek digitaler Dokumente". Heißt: Statt Lesezeichen zu sammeln und zu tauschen, können die Nutzer jetzt auch Texte, Bilder und Präsentationen hochladen und so einer breiten Web-Nutzerschaft zugänglich machen. Auf den Relaunch von Mister Wong wurde schon länger gewartet, denn seit Monaten kämpft die Plattform mit schwindenden Besucherzahlen.

Im September zählte die Tochter-Plattform der Bremer Multimedia-Agentur Construktiv nach einer Analyse von Googles Ad-Planer 390.000 Unique User. Vor einem Jahr waren es noch 2,1 Millionen einzelne Besucher. Der Höchststand wurde im Juni 2009 mit 2,9 Millionen Unique Usern erreicht. Zumindest ein Teil der Verluste ist auf Probleme bei der Goolge-Optimierung zurückzuführen.

Geht es nach dem Willen der Macher, sollen die Nutzer nun ihre Uni-Arbeiten, Referate, Schul-Aufsätze, Präsentationen, Broschüren, Studien, Rezepte, Bürgerinitiativen oder Kurzgeschichten über die Plattform ins Web stellen. "Die Vision des neuen Mister Wong ist die Vergesellschaftung von Wissen und Informationen, welche sonst nie den Weg in eine große Gemeinschaft gefunden hätten", heißt es in einer Unternehmensmitteilung. Die Bremer hoffen, dabei auch den Otto-Normal-Nutzer zu erreichen und dass nicht nur Autoren, Journalisten sowie Blogger die Möglichkeit nutzen und das neue Angebot als frischen publizistischen Kanal gebrauchen und ihre Dokumente ins Web stellen.

Bei der Usability und der Konzeption der neuen Plattform stand offenbar eindeutig Twitter Pate. Über einen personalisierten Stream sollen die Surfer jetzt ihre Dokumente und Internet-Fundstücke teilen. Während der Microblogging-Dienst seine Nutzer fragt: „Was gibt’s Neues?“. Will Mister Wong wissen: „Was empfiehlst du?“.

Der neue Ansatz ist eine spannende Idee und auch die Weiterentwicklung von einem Social-Bookmarking- zu einem Social-Information-Dienst ist verlockend. Fraglich ist allerdings, ob die breite Masse von Surfern einen solchen Service überhaupt nutzt. An die alten Besucherzahlen wird Mister Wong auch nach dem Relaunch nicht mehr herankommen.

Allerdings könnte der Relaunch den angenehmen Nebeneffekt haben, dass jetzt auch die Suchmaschinen-Optimierung wieder funzt und der Traffic wie von Geisterhand wieder steigt.

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