Chip-Riese Intel verdiente 2,96 Mrd. Dollar

Auf ein Neues: Gestern Abend nach Handelsschluss an der Wall Street startete auch für Internet- und Technologieunternehmen die turnusmäßige Quartalssaison, in der die Vorzeige-Konzerne der USA ihren Aktionären Rechenschaft ablegen müssen. Den Auftakt machte der weltgrößte Chiphersteller Intel, der bei Vorlage seiner Unternehmensbilanz für das abgelaufene dritte Quartal die ermäßigten Prognosen übertraf. Am Donnerstag folgt Internetriese Google, kommenden Montag Technologie-Schwergewicht Apple.

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Auf ein Neues: Gestern Abend nach Handelsschluss an der Wall Street startete auch für Internet- und Technologieunternehmen die turnusmäßige Quartalssaison, in der die Vorzeige-Konzerne der USA ihren Aktionären Rechenschaft ablegen müssen. Den Auftakt machte der weltgrößte Chiphersteller Intel, der bei Vorlage seiner Unternehmensbilanz für das abgelaufene dritte Quartal die ermäßigten Prognosen übertraf. Am Donnerstag folgt Internetriese Google, kommenden Montag Technologie-Schwergewicht Apple.

Es ist wieder so weit: Die US-Quartalssaison, jene bange Periode, in denen wenige Cents über Milliarden-Bewegungen an der Börse entscheiden, ist wieder angebrochen. In den kommenden Tagen wird sich die Crème de la Crème der amerikanischen Internet-, Technologie- und Medienbranche die Klinke in die Hand geben und über die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Quartal berichten.

Diese war noch im Spätsommer angesichts einer scheinbar erlahmenden US-Konjunktur und ersten Alarmzeichen von Corporate America skeptisch beäugt worden. Maßgeblichen Anteil hatte daran unter anderem der weltgrößte Chiphersteller Intel, der überraschend Ende August seine Umsatzprognose zurücknehmen musste. Als Halbleiter-Hersteller gilt der Dow-Jones-Konzern als sehr konjunktursensibel und guter Indikator für die allgemeine Geschäftsentwicklung in der Branche – entsprechend alarmiert reagierten Börsianer seinerzeit auf die Intel-Warnung.

Intel schlägt Analystenschätzungen

Nach Handelsschluss nun die Entwarnung: Die Geschäfte beim Dow-Jones-Mitglied entwickeln sich doch besser als befürchtet. Der weltgrößte Chiphersteller fuhr zwischen Juli und September einen Nettogewinn von 2,96 Milliarden Dollar oder 52 Cent je Aktie ein. Analysten hatten nur mit 50 Cents je Anteilschein gerechnet. Im Vergleichszeitraum vor einem Jahr hatte Intel nur 33 Cents verdient.

Die Umsätze zogen von 9,4 Milliarden auf 11,1 Milliarden Dollar an, was ebenfalls die Konsensusschätzungen übertraf, die noch bei 10,99 Milliarden Dollar gelegen hatten. Auch der Ausblick auf das Weihnachtsquartal liegt mit erwarteten Umsätzen in Höhe von 11,4 Milliarden Dollar oberhalb der Prognosen der von Thomson Reuters befragten Volkswirte.

Anleger warten auf Google und Apple

"Wir sehen weltweit eine gesunde Nachfrage nach Computerprodukten aller Art", erklärte CEO Paul Otellini nach Handelsschluss die positive Geschäftsentwicklung. Die Aktie zog nach Bekanntgabe der Zahlen um knapp 1 Prozent an.

Mit entsprechend hohen Erwartungen dürften Anleger nun den Quartalsbilanzen in den kommenden Tagen entgegenblicken, wenn die wachstumsstarken Internet- und Technologie-Schwergewichte Google und Apple ihre neuen Zahlenwerke vorlegen.

Google berichtet am Donnerstag nach Handelsschluss, Apple am Montagabend. Analysten rechnen beim iPhone- und iPad-Hersteller erstmals mit höheren Umsätzen als beim Erzrivalen Microsoft, der in der Folgewoche seine neue Bilanz vorstellt.

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