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Lena-Festspiele: Düsseldorf, twelve points!

Zum Schluss hatte die Haupstadt das Nachsehen: Düsseldorf bekommt den Zuschlag und darf 2011 den Eurovision Song Contest austragen. Auf Vorschlag des federführenden NDR haben die Intendantinnen und Intendanten der ARD heute der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt den Zuschlag gegeben. Auch die Europäische Rundfunkunion (EBU) gab ihr OK. Berlin konnte zwecks Platzmangel nicht mithalten. Denn für die Düsseldorfer Location lassen sich knapp dreimal so viele Karten verkaufen.

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Damit hat die Hauptstadt Nordrhein-Westfalens die anderen drei Bewerber-Städte ausgestochen. Diese hatten unterschiedliche Konzepte vorgelegt. Berlin war mit dem ehemaligen Flughafen Tempelhof als Schauplatz angetreten. Die zwei norddeutschen Metropolen Hamburg und Hannover hatten alle Chancen auf ihre Messehallen gesetzt. Düsseldorf wird den Wettbewerb in der Esprit-Arena ausrichten. Also in dem Stadion, in dem auch Fortuna Düsseldorf spielt. Das Stadion lässt sich auch zur Halle verschließen.

Platz für 24.000 Fans
Der Entscheidung war eine intensive Prüfung aller Bewerberstädte vorausgegangen. Eine eigens eingerichtete Expertengruppe war in jede Bewerberstadt gereist. Wichtig für die endgültige Entscheidung waren auch die Frage, wie die Metropolen mit dem Besucheransturm zurecht kommen würden. Die Entscheidung fiel denkbar knapp aus. Denn die letzten schriftlichen Unterlagen, die Voraussetzung für die Entscheidung waren, waren erst Ende vergagenener Woche beim NDR eingegangen.

Ein Grund für die Entscheidung gegen Berlin als Austragungsort waren wohl auch die Platzverhältnisse. In Düsseldorf stünden 24.000 Plätze für Fans zur Verfügung, in Berlin wären es nur 8800 gewesen, erklärt die RBB-Intendantin Dagmar Reim.

Der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust ist mit seiner Entscheidung sichtlich zufrieden: "Der Vorschlag Düsseldorf hat die Intendantinnen und Intendanten in jeder Hinsicht überzeugt. Sowohl die optimalen Produktionsbedingungen als auch die niedrigeren Kosten haben den Ausschlag gegeben. Die ARD steht geschlossen hinter dieser Entscheidung – das unterstreicht das einstimmige Votum in unserer Schaltkonferenz am Dienstag für die Arena in Düsseldorf."

NDR bleibt federführend
NDR Intendant Lutz Marmor ist ebenfalls froh: "Düsseldorf twelve points – die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt bietet für den ESC insgesamt die besten Bedingungen. Natürlich hätte ich es als NDR-Intendant gern gesehen, wenn der ESC nach Norddeutschland gekommen wäre, nachdem der NDR diesen Wettbewerb nach 28 Jahren wieder nach Deutschland geholt hat. Der NDR hat aber in diesem Fall als Treuhänder der ARD und der Fans des ESC in ganz Deutschland im Sinne eines verantwortungsvollen Umgangs mit Gebührengeldern Düsseldorf empfohlen."

Beim Finale des Eurovision Song Contests 2011 wird erneut Lena für Deutschland singen. Aus der Arena in Düsseldorf werden zuvor auch die beiden Halbfinals übertragen. Der NDR bleibt allerdings weiterhin der federführende Sender. Vorab hatten sich die Gerüchte überschlagen, das Düsseldorf den Zuschlag erhalten könnte. Damit nicht genug: Im Netz wurden sogar Eintrittskarten für das vermeintliche Event in Düsseldorf angeboten.

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