Mit Austs Woche geht es womöglich weiter

Der ehemalige Spiegel-Chefredakteur Stefan Aust hat für sein Magazin-Projekt Woche womöglich neue Geldgeber aus dem Ausland gefunden. Das berichtet das Werbe-Magazin Kontakter. Ursprünglich wollte Aust die Woche als Mischform aus Print-, Digital- und TV-Magazin zusammen mit Axel Springer und der WAZ-Gruppe auf den Markt bringen. WAZ und Springer stiegen aber wegen fehlender Markt-Perspektiven aus. Auch jetzt ist eine Realisierung nach wie vor äußerst unsicher, aber es gibt offenbar eine neue Chance.

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Gegenüber dem Kontakter sagte Aust: “Wir sind mit verschiedenen möglichen Partnern im Gespräch. Ob wir es tatsächlich hinkriegen, kann ich nicht sagen.” Die potenziellen neuen Gesellschafter stammen offenbar aus dem europäischen Ausland. Aust selbst hatte immer wieder betont, dass das Projekt Woche mit dem Ausstieg von WAZ und Springer keineswegs tot sei.

Zuletzt hat Aust gemeinsam mit Torsten Rossmann den Nachrichtensender N24 von der ProSiebenSat.1 Media AG übernommen. In einer Pressekonferenz zur Übernahme hatte Aust schon Mitte Juni verkündet, dass er die Woche in die Zukunftsplanungen für den TV-Sender einbringen werde. Aust plant mit der Woche ein multimediales Magazin neuen Zuschnitts, das sowohl als TV-Magazin, als Web-Angebot, auf Tablet-Computern wie dem iPad und als gedruckte Zeitschrift funktioniert. In der ursprünglichen Version war das gedruckte Magazin als Sonntags-Heft konzipiert. Ob sich dies ohne den starken Sonntagsvertrieb von Axel Springer realisieren lässt, ist zweifelhaft. Aber das Phantom vom Gegen-Spiegel geistert nun erneut durch die Medien-Landschaft.

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