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Iranischer Journalist bekommt Pressefreiheits-Preis

Ein iranischer Journalist, der im vergangenen Jahr nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl im Iran inhaftiert wurde, ist mit der Goldenen Feder der Freiheit 2010 ausgezeichnet worden. Der Pressefreiheitspreis wird jährlich vom Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien (WAN-IFRA) verliehen.

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Ahmad Zeidabadi, der gegenwärtig eine sechsjährige Haftstrafe verbüßt, wurde am Mittwoch auf der Eröffnungsfeier des World Editors Forum in Hamburg für "sein mutiges Handeln trotz Verfolgung und für seinen herausragenden Beitrag zur Verteidigung und Förderung der Pressefreiheit" geehrt. Er war einer von mindestens 110 Journalisten, die in der Folge der umstrittenen Wiederwahl des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad im Juni 2009 verhaftet wurden. Mindestens 23 von ihnen befinden sich nach wie vor im Gefängnis – rund ein Fünftel aller Journalisten, die weltweit in Haft gehalten werden.
"Auch wenn wir hier heute Herrn Zeidabadi ehren, sollten wir ebenso an die anderen inhaftierten Journalisten denken, die keine Auszeichnung erhalten, aber wie er unter despotischen Regimen leiden", sagte Xavier Vidal-Folch, Präsident des World Editors Forum, der die Auszeichnung überreichte. "Wir dürfen sie niemals vergessen und wir, die wir der internationalen Zeitungsgemeinschaft angehören, sollten unser Möglichstes tun, um ihre Freilassung zu erwirken."
Die Auszeichnung für Ahmad Zeidabadi wurde stellvertretend von Akbar Ganji entgegengenommen, dem Preisträger der Goldenen Feder der Freiheit 2006, der ebenfalls vom iranischen Regime inhaftiert worden war.

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